"Scheich Al Jaber hat die Realität verleugnet."

Exklusiv: Im ECHO-Interview spricht Kneissl Geschäftsführer Andreas Gebauer erstmals über die Hintergründe der Unternehmens-Pleite.

Innsbruck (OTS) - Bis 15. Juni hätte Kneissl-Mehrheitseigentümer Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber Zeit gehabt, den Konkurs des Tiroler Traditionsunternehmens abzuwenden und die zugesagten Millionenzahlungen, die für die Sanierung notwendig gewesen wären, zu überweisen - gekommen ist letztendlich kein Cent. Sogar eine Woche nach Ablauf der Frist lässt Al Jaber Mitarbeitern ausrichten, das Geld sei unterwegs. Für Kneissl Geschäftsführer Andreas Gebauer nur ein Indiz mehr, dass Al Jaber, so Gebauer, "sich seine eigene Wahrheit aufgebaut hat und die Realität verleugnet." Gegenüber dem Freitag erscheinenden Nachrichtenmagazin ECHO legt Gebauer aber nicht nur erstmals die Hintergründe zum Konkurs von Kneissl dar, sondern legt auch Dokumente vor, die die Hinhaltetaktik von Al Jaber, der, laut Gebauer, zwar über Assets aber keine Liquidität verfüge, beweisen. So unter anderem mehrmalige Zusagen der RBS Coutts Bank, einer Tochter der Royal Bank of Scotland, die bestätigt, dass Al Jaber bis 31. März 2011 35 Millionen Euro erhalten soll. Gekommen ist allerdings nichts von dem Geld. "Bei einem Geschäftsmann seiner Dimension konnte man erwarten, dass die Zusagen halten", urteilt Gebauer , der den Konkurs selbst als "völlig unnötig" beurteilt, da bereits 2009 Investoren bei Kneissl einsteigen und dem Unternehmen sieben Millionen Euro frisches Kapital zuführen wollten. Al Jaber habe den unterschriftsreifen Deal, der die Zukunft Kneissls gesichert hätte, aber abgelehnt., erklärt Gebauer, der weiterhin versuchen wird mittels Investoren Marke und Standort zu erhalten.

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