• 22.06.2011, 12:47:11
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Sima/Steiner: Lärmschutzwand entlang denkmalgeschützter Vorortelinie fertiggestellt

Pilotprojekt von Stadt Wien und ÖBB zwischen Ottakring und Hernals verbindet Lärmschutz und Denkmalschutz

Wien (OTS) - Je 1,8 Mio. Euro stellen die Stadt Wien und die ÖBB
jährlich für den Lärmschutz entlang der Schiene im Stadtgebiet von
Wien zur Verfügung. Eine besondere Herausforderung im Rahmen dieser
Maßnahmen sind denkmalgeschützte Bahn-Strecken, wie etwa die
Vorortelinie zwischen den Stationen Ottakring und Hernals. Dort
erfolgte im Oktober 2010 der Baubeginn für eine Lärmschutzwand.
Umweltstadträtin Ulli Sima freut sich, dass es nun auch hier eine
spürbare Lärmentlastung geben wird: "Wir haben uns als Stadt Wien
seit langem für Maßnahmen auch entlang der denkmalgeschützten Strecke
eingesetzt, um die Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer
auch in diesem Bereich zu erhöhen."

Die neue Lärmschutzwand an der westlichen Bahnseite hat eine Länge
von 100 m und eine Höhe von 1,25 m. Man erwartet sich eine Reduktion
der Lärmbelastung von 5 bis 10 dB, wobei 10 dB eine Halbierung der
Lärmbelastung bedeuteten. Durch die geringe Höhe und neutrale
Gestaltung ist die Lärmschutzwand optisch unauffällig und entspricht
allen Kriterien des Denkmalschutzes.

Pilotprojekt Lärmschutz an denkmalgeschützter Vorortelinie

Die Vorortelinie war Teil der Stadtbahn, die von Otto Wagner
geplant und Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die
historischen Stadtbahnbögen im gesamten Bereich von Bahnhof Penzing
bis Station Heiligenstadt stehen unter Denkmalschutz. Zurzeit
verkehren auf der Strecke die S-Bahnzüge der Linie S 45 sowie
Güterzüge.

Kurt Steiner, ÖBB-Infrastruktur AG, Strecken- und
Bahnhofsmanagement: "Denkmalgeschützte Anlagen baulich zu ergänzen,
erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. Umso mehr freue ich mich,
dass uns hier die Verbindung zwischen historischer Bahnanlage und
modernem Schallschutz so gut gelungen ist."

Die Kosten für die Lärmschutzwand beliefen sich auf rd. 150.000,
-- Euro - damit konnten ÖBB und Stadt Wien sogar unter den
ursprünglich veranschlagten Kosten bleiben.

Nächster Schritt: Schallabsorbierende Verkleidungen

Die Lärmschutzwand ist nur ein Teil der geplanten
Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Pilotprojektes. Zwischen der
Wilhelminenstraße und der Seeböckgasse wird die Vorortelinie in
Tieflage geführt. Auf diesem Teilabschnitt werden die
Natursteinmauern beidseitig der Gleise auf einer Länge von insgesamt
120 m mit schallabsorbierenden Elementen ausgekleidet werden.

Die Wirkung dieser lärmabsorbierenden Elemente wird durch
begleitende Messungen vor und nach Errichtung von der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22 evaluiert. Nach bisherigen Berechnungen
sind hier Verbesserungen von bis zu 5 dB zu erwarten.

Start für die Errichtung dieser innovativen Lärmschutztechnik ist
Herbst 2011. Für die Errichtung der schallabsorbierenden Verkleidung
sind 800.000 Euro veranschlagt.

Projekt "Schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken in
Wien"

ÖBB und Stadt Wien ziehen in Sachen Lärmschutz an
Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien an einem gemeinsamen Strang. In
einem Übereinkommen zwischen Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie und der Stadt Wien aus dem Jahr 2001 haben
sich die beiden Projektpartner verpflichtet, gemeinsam die Errichtung
von Lärmschutzwänden und den Einbau von Lärmschutzfenstern
durchzuführen.

Jährlich stellen die Stadt Wien und die ÖBB gemeinsam rund 3,6
Mio.Euro für den Lärmschutz entlang der Wiener Bahnstrecken zur
Verfügung. "Von der Durchführung aller Lärmsanierungsprojekte entlang
des Wiener Bahnstreckennetzes profitieren rund 60.000 Wienerinnen und
Wiener", so Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Dr. Mathilde Urban 
   Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 
   Kommunikation und Personal
   Tel: (01) 4000-73422
   E-Mail: [email protected] 
   www.umweltschutz.wien.at 
   
   Mag. Herbert Ofner
   ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation 
   Pressesprecher 
   Tel: (01) 93000-44278
   Mobil: 0664/617 15 11
   E-Mail: [email protected]

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