• 22.06.2011, 10:52:51
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ÖGfE-Schmidt: Österreicher positiv zur kroatischen EU-Mitgliedschaft - Tendenz steigend

68 Prozent begrüßen einen EU-Beitritt Kroatiens - Umfrage

Wien (OTS) - "Mit Kroatien würde ein Land Teil der Union werden,
das auch von den Österreichern durchwegs mit positiven Gefühlen in
der EU begrüßt würde", sagt Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen
Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Die Österreicher stehen positiv zum EU-Beitritt Kroatiens - und
das mit steigender Tendenz. Nur 18 Prozent sprachen sich im September
2010 gegen die kroatische Mitgliedschaft aus (12 Prozent war diese
Frage "egal"). Im Jahr 2004 waren noch 34 % explizit gegen den
Beitritt des südosteuropäischen Landes. Schmidt: "Im Fall Kroatiens
wird eines deutlich: Je näher die EU-Mitgliedschaft rückt und je
konkreter die Beitrittsperspektive wird, desto geringer wird auch die
Skepsis der Österreicher."

"Kroatien kommt auf deutlich höhere Zustimmungswerte als die
früheren Beitrittsländer Tschechien, Slowakei, Bulgarien und
Rumänien. Nur Ungarn hatte vor seinem Beitritt ähnlich hohe
Zustimmungswerte", erläutert Paul Schmidt. Die Gründe für die
positive Stimmung gegenüber Kroatien sind vielfältig: "Es gibt keine
wesentlichen bilateralen Streitpunkte und auch die geographische und
kulturelle Nähe spielt bei der Einschätzung der Österreicher eine
Rolle."

Skepsis gegenüber weiteren Beitritten

Skepsis herrscht bei den Österreichern, was eine Erweiterung der
EU um zusätzliche Länder betrifft. Im März 2010 lagen die
Zustimmungswerte für Bosnien-Herzegowina bei 29 Prozent, für
Montenegro bei 28 Prozent, für Serbien bei 25 Prozent, für Mazedonien
(FYROM) bei 24 Prozent, für den Kosovo bei 20 Prozent und für
Albanien bei 19 Prozent.

Kroatien als Türöffner für weitere Beitritte

"Für die EU-Perspektive der weiteren Länder des ehemaligen
Jugoslawien kann ein erfolgreicher Beitrittsprozess Kroatiens
wichtige Impulse mit sich bringen und weitere Reformschritte
beschleunigen. Auch für Österreich, dessen Unternehmen ja stark in
dieser Region engagiert sind, wäre dies mit Vorteilen verbunden."

Quellen: Österreichweite Telefonumfragen der
Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) im Auftrag der
ÖGfE: Tel SWS 189, März 2010, N=752 und Tel SWS 192, September 2010,
N=1004.

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Mag. Paul Schmidt
Tel: (+43/1) 533 49 99
E-Mail: europa@oegfe.at
www.oegfe.at

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