ÖGfE-Schmidt: Österreicher positiv zur kroatischen EU-Mitgliedschaft - Tendenz steigend

68 Prozent begrüßen einen EU-Beitritt Kroatiens - Umfrage

Wien (OTS) - "Mit Kroatien würde ein Land Teil der Union werden, das auch von den Österreichern durchwegs mit positiven Gefühlen in der EU begrüßt würde", sagt Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Die Österreicher stehen positiv zum EU-Beitritt Kroatiens - und das mit steigender Tendenz. Nur 18 Prozent sprachen sich im September 2010 gegen die kroatische Mitgliedschaft aus (12 Prozent war diese Frage "egal"). Im Jahr 2004 waren noch 34 % explizit gegen den Beitritt des südosteuropäischen Landes. Schmidt: "Im Fall Kroatiens wird eines deutlich: Je näher die EU-Mitgliedschaft rückt und je konkreter die Beitrittsperspektive wird, desto geringer wird auch die Skepsis der Österreicher."

"Kroatien kommt auf deutlich höhere Zustimmungswerte als die früheren Beitrittsländer Tschechien, Slowakei, Bulgarien und Rumänien. Nur Ungarn hatte vor seinem Beitritt ähnlich hohe Zustimmungswerte", erläutert Paul Schmidt. Die Gründe für die positive Stimmung gegenüber Kroatien sind vielfältig: "Es gibt keine wesentlichen bilateralen Streitpunkte und auch die geographische und kulturelle Nähe spielt bei der Einschätzung der Österreicher eine Rolle."

Skepsis gegenüber weiteren Beitritten

Skepsis herrscht bei den Österreichern, was eine Erweiterung der EU um zusätzliche Länder betrifft. Im März 2010 lagen die Zustimmungswerte für Bosnien-Herzegowina bei 29 Prozent, für Montenegro bei 28 Prozent, für Serbien bei 25 Prozent, für Mazedonien (FYROM) bei 24 Prozent, für den Kosovo bei 20 Prozent und für Albanien bei 19 Prozent.

Kroatien als Türöffner für weitere Beitritte

"Für die EU-Perspektive der weiteren Länder des ehemaligen Jugoslawien kann ein erfolgreicher Beitrittsprozess Kroatiens wichtige Impulse mit sich bringen und weitere Reformschritte beschleunigen. Auch für Österreich, dessen Unternehmen ja stark in dieser Region engagiert sind, wäre dies mit Vorteilen verbunden."

Quellen: Österreichweite Telefonumfragen der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) im Auftrag der ÖGfE: Tel SWS 189, März 2010, N=752 und Tel SWS 192, September 2010, N=1004.

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