SchülerInnen fordern mehr Geld für Forschung und die Stärkung von Privatsphäre und Datenschutz

Beim 2. Wissenschaftsparlament erarbeiteten sie Resolutionen zum Thema Stammzellforschung, Pathogenforschung und Biometrie, und übergaben sie an Nationalratspräsidentin Mag.a. Prammer

Wien (OTS) - Der gemeinnützige Verein dialog<>gentechnik veranstaltete von 15. bis 17. Juni 2011 zum zweiten Mal das Wissenschaftsparlament für SchülerInnen. Dabei erarbeiteten die Jugendlichen Resolutionen zum Thema Stammzellforschung, Pathogenforschung und Biometrie, die sie am 21. Juni 2011 an die Nationalratspräsidentin Mag.a. Barbara Prammer übergaben.

Nationalratspräsidentin Mag.a. Prammer freut sich über die Initiative und wünscht sich "mehr nachhaltige Projekte, in denen Jugendliche Demokratie aktiv erleben können".

In den Resolutionen setzen sich die SchülerInnen unter anderem für einheitliche EU-weite Richtlinien bezüglich der Gewinnung von Stammzellen und deren Erforschung ein. Sie fordern mehr Mittel für Forschung in den Bereichen Stammzelltherapien, medizinische Pathogenforschung und Wissenschaftskommunikation. Die SchülerInnen plädieren weiters für eine Stärkung des Datenschutzes und eine Absicherung der Privatsphäre hinsichtlich biometrisch erfasster Daten, z.B. durch die Aufwertung und die bessere Finanzierung der Datenschutzkommission.

Das Wissenschaftsparlament ist eine Veranstaltung mit dem Ziel Jugendliche für gesellschaftliche und technologische Entwicklungen zu sensibilisieren, über Wissenschaft zu informieren, Verständnis für politische Prozesse und Abläufe zu generieren und Bewusstsein für die Bedeutung von Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung zu schaffen. Im Rahmen des Parlaments diskutierten die SchülerInnen drei Tage lang zu den Themen Biometrie, Pathogenforschung und Stammzellforschung. Sie nahmen an Expertenhearings teil und verfassten Resolutionen, über die am Ende abgestimmt wurde. Als Experten standen dem Wissenschaftsparlament 2011 Prof. Dr. Ludwig Aigner von der Privaten Medizinischen Universität Salzburg, Dr. Martin Kampel von der TU Wien, Erich Möchel, IT-Journalist von fm4 und Dr. Joachim Seipelt von der Medizinischen Universität Wien zur Verfügung.

Das von dialog<> gentechnik organisierte Parlament fand am FH Campus Molekulare Biotechnologie und im Universitätscampus Altes AKH in Wien statt. Insgesamt nahmen 50 SchülerInnen (11te und 12te Schulstufe) der HBLVA Rosensteingasse an der Veranstaltung teil. Fünf VertreterInnen des Europäischen Jugendparlaments (http://www.eypaustria.org/) moderierten die Komiteearbeit.

Das Wissenschaftsparlament ist Teil des durch die Europäische Kommission im Rahmen des 7ten Rahmenprogramms geförderten Projekts Value Isobars (www.value-isobars.eu), das sich unter anderem mit der Verbesserung und Neuentwicklung von Bürgerbeteiligungsverfahren auseinandersetzt.

dialog<>gentechnik ist ein unabhängiger Verein, dessen Mitglieder wissenschaftliche Gesellschaften Österreichs sind. Er versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Der Verein hat das Ziel, den sachlich fundierten Dialog über Biowissenschaften zu fördern und als kompetente Ansprechstelle für die Öffentlichkeit zu dienen.

dialog<>gentechnik wird unterstützt durch: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (bmwfj), Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF)

Weitere Informationen und Pressefotos unter:
http://www.dialog-gentechnik.at/wissenschafts_parlament.php

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dialog<>gentechnik
Dr. Carmen Schmid
schmid@dialog-gentechnik.at
Tel.: +43 (0)676 8465465, www.dialog-gentechnik.at

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