VHS und Initiative BildungGRENZENLOS luden zu einer Podiumsdiskussion über das Bildungsvolksbegehren

Bildung als Erbpacht?

Wien (OTS) - Die Wiener Volkshochschulen und die Initiative BildungGRENZENLOS luden am Montag, 20. Juni zu einer Podiumsdiskussion über das Bildungsvolksbegehren ein. Im KunstSozialRaum Brunnenpassage (Brunnengasse 71) diskutierten der Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen Mario Rieder mit Gabriele Schmid, Leiterin der Abteilung Bildungspolitik in der AK Wien, Bezirksschulinspektor Walter Maitz und der Geschäftsführerin von beratungsgruppe.at Liesl Frankl über die Bedeutung von Reformen im Bildungssystem für Chancengerechtigkeit und Integration.

Offensive für Bildungsreformen notwendig

Mario Rieder, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen betonte in der Diskussion: "Erwachsenenbildung übernimmt immer mehr wichtige Aufgaben als Reparaturwerkstatt im Bildungssystem. Wir brauchen dringend eine Offensive für Bildungsreformen nach dem Muster der Kreisky-Ära, die einen Schub in Richtung Öffnung und Chancengerechtigkeit auslöste. Diese Reformen müssen zugleich bei den Strukturen und den Inhalten im Bildungssystem als auch bei der Ausbildung der PädagogInnen ansetzen." Walter Maitz stellte klar: "In Österreich ist Bildung eine Erbpacht. Das belegen zahlreiche Studien. Bildung ist von sozialer Herkunft abhängig und Bildungsferne verhindert höhere Abschlüsse. Deshalb braucht es von klein an Betreuungseinrichtungen, um individuelle Talente von Kindern zu fördern. Wir müssen daran arbeiten, die Leistungen der Kinder zu verbessern." Auch Gabriele Schmid von der AK sprach sich für Reformen aus. "Ein starres Konzept in den Vormittag zu pressen hilft nichts. So können Begabungen der Kinder nicht genützt oder gefördert werden." Alle DiskutantInnen waren sich darüber einig, dass genügend Erkenntnisse für eine Bildungsreform am Tisch liegen, die jetzt rasch umgesetzt werden müssen.

Unterzeichnung des Volkbegehrens

Nach der Diskussionsrunde nutzen die BesucherInnen noch die Gelegenheit, das Volksbegehren in Anwesenheit eines Notars zu unterzeichnen.

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