• 22.06.2011, 08:03:07
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Skrupellose Verbrecher entführen slowenisches Bärenbaby

1000 Euro Ergreiferprämie von VIER PFOTEN ausgesetzt

Wien (OTS) - Vor wenigen Wochen war ein kleiner Bär angeblich
einer Familie in Slowenien zugelaufen, die ihn aufziehen wollte. Die
Behörden konfiszierten das Tier wegen artwidriger Haltung, jetzt
wurde er aus seinem zwischenzeitlichen Domizil entführt - genau einen
Tag vor dem Eintreffen des VIER PFOTEN-Teams, das gemeinsam mit den
Behörden schon eine Lösung geplant hatte.

Der "Lucky" genannte Bär sollte im Hinterhof der Familie gemeinsam
mit Hund und Kindern großgezogen werden - ein Vorhaben, das jedem
Tierfreund absurd erscheinen muss und auch aus praktischen Gründen
nur zu Problemen führen kann. "Bären sind Wildtiere und können nicht
domestiziert werden", so Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER
PFOTEN. "Schon nach wenigen Wochen in einer so artfremden Umgebung
sind Jungtiere psychisch so gestört, dass sie nicht mehr in die
Wildnis entlassen werden können, und mit einem Jahr sind sie so groß,
dass sie leicht zur Gefahr für Tier und Mensch werden."

Deshalb arbeitete die internationale Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN unter Hochdruck an einer nachhaltigen Lösung, die noch in
dieser Woche fixiert werden sollte. Doch auch die Geheimhaltung, mit
der dieses Projekt vorangetrieben wurde, nützte nichts: in der Nacht
von Sonntag auf Montag wurde "Lucky" entführt und ist seither
unauffindbar.

Damit erscheint die angestrebte Lösung, das Junge in die
Bärenwaisenstation in Harghita in Rumänien zu bringen, unerreichbar.
In dieser von VIER PFOTEN mitgegründeten und seit Jahren unterstützen
Einrichtung werden verwaiste Bären mit sehr viel Geduld und
Professionalität, unter Beachtung der aktuellsten wissenschaftlichen
Erkenntnisse, auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Nach mehreren
Jahren intensivster, bärengerechter Betreuung werden sie in die
Freiheit entlassen und können dann so leben, wie es ihrer Natur
entspricht.

"Jeder Tag zählt. Wenn Lucky nicht sehr bald von
hochprofessionellen Bärenexperten übernommen wird, blüht ihm das
Schicksal von so vielen seiner Artgenossen: Gefangenschaft in einem
Hinterhofkäfig oder Tod", so Johanna Stadler. VIER PFOTEN bittet um
sachdienliche Hinweise an [email protected] bzw. an die
Kriminalpolizei Slowenien in Celje, Tel. 00386-41760083, Hr. Galinec.

Rückfragehinweis:
Johanna Stadler
0664/122 1051

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