Skrupellose Verbrecher entführen slowenisches Bärenbaby

1000 Euro Ergreiferprämie von VIER PFOTEN ausgesetzt

Wien (OTS) - Vor wenigen Wochen war ein kleiner Bär angeblich
einer Familie in Slowenien zugelaufen, die ihn aufziehen wollte. Die Behörden konfiszierten das Tier wegen artwidriger Haltung, jetzt wurde er aus seinem zwischenzeitlichen Domizil entführt - genau einen Tag vor dem Eintreffen des VIER PFOTEN-Teams, das gemeinsam mit den Behörden schon eine Lösung geplant hatte.

Der "Lucky" genannte Bär sollte im Hinterhof der Familie gemeinsam mit Hund und Kindern großgezogen werden - ein Vorhaben, das jedem Tierfreund absurd erscheinen muss und auch aus praktischen Gründen nur zu Problemen führen kann. "Bären sind Wildtiere und können nicht domestiziert werden", so Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Schon nach wenigen Wochen in einer so artfremden Umgebung sind Jungtiere psychisch so gestört, dass sie nicht mehr in die Wildnis entlassen werden können, und mit einem Jahr sind sie so groß, dass sie leicht zur Gefahr für Tier und Mensch werden."

Deshalb arbeitete die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN unter Hochdruck an einer nachhaltigen Lösung, die noch in dieser Woche fixiert werden sollte. Doch auch die Geheimhaltung, mit der dieses Projekt vorangetrieben wurde, nützte nichts: in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde "Lucky" entführt und ist seither unauffindbar.

Damit erscheint die angestrebte Lösung, das Junge in die Bärenwaisenstation in Harghita in Rumänien zu bringen, unerreichbar. In dieser von VIER PFOTEN mitgegründeten und seit Jahren unterstützen Einrichtung werden verwaiste Bären mit sehr viel Geduld und Professionalität, unter Beachtung der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Nach mehreren Jahren intensivster, bärengerechter Betreuung werden sie in die Freiheit entlassen und können dann so leben, wie es ihrer Natur entspricht.

"Jeder Tag zählt. Wenn Lucky nicht sehr bald von hochprofessionellen Bärenexperten übernommen wird, blüht ihm das Schicksal von so vielen seiner Artgenossen: Gefangenschaft in einem Hinterhofkäfig oder Tod", so Johanna Stadler. VIER PFOTEN bittet um sachdienliche Hinweise an richard.stern@vier-pfoten.org bzw. an die Kriminalpolizei Slowenien in Celje, Tel. 00386-41760083, Hr. Galinec.

Rückfragen & Kontakt:

Johanna Stadler
0664/122 1051

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