"KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Lernen von Arnie"

Österreich macht sich klein, wenn der große Terminator kommt. Nicht ohne Grund.

Wien (OTS) - Dass Schwarzenegger ein außereheliches Kind gezeugt hat, macht ihn nicht zwingend zum schlechten Menschen - man möchte von vielen Politikern lieber nicht wissen, was sich in ihrem Privatleben abspielt. Dass die Mutter des Kindes zum Zeitpunkt der Zeugung im Haushalt der Schwarzenegger-Kennedy-Familie arbeitete, ist jedoch ungustiös. Es ändert aber auch nichts daran, dass Arnie ein cooler Typ ist.
Er hat, wie wenige vor ihm, den amerikanischen Traum verwirklicht. Er hat auf unpeinliche Art und Weise den Sprung in die Politik geschafft -, dass seine Bilanz ökonomisch übel ausfällt, ist leider kein Einzelfall. Dafür hat er Kalifornien ökologisch zum Musterstaat gemacht.
Wenn er, wie nun in der Hofburg, eine Rede zur Umweltpolitik hält, weiß er, dass er zunächst den Gastgeber streicheln muss, indem er von Kaiserschmarrn und Kürbiskernöl schwärmt. Um sich dann glaubhaft als grüner Vorkämpfer, mit und aus dem grünen Herzen, zu positionieren, der seine Bekanntheit für die Sache nutzt. Unpeinliches Marketing nennt man das.
Der Vorwurf, dass Österreich kollektiv vor einem Ehebrecher auf dem Bauch liegt, ist absurd. Österreichs Politiker können punkto Umsetzung von Ideen viel von ihm lernen. Gibt's bundesweit eigentlich noch die Grünen?

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