- 21.06.2011, 13:00:22
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Trendbarometer 2011: So steht's um die Industrie in Österreich - und um ihre Aus- und Weiterbildung
Festo / Gallup befragte heimische Betriebe

Wien (OTS) - Die Trendbarometer-Umfrage bei über 200 Unternehmen
zeigt eindeutig: Es geht bergauf mit Österreichs Industrie. 2/3 der
Befragten geben an, eine bessere Auftragslage als 2009 zu
verzeichnen. Das Ausmaß der Verbesserung liegt bei durchschnittlich
34% gegenüber dem Krisenjahr 2009. Doch beklagen die Unternehmen den
zunehmenden Kostendruck durch steigende Rohstoffpreise und hohe
Energiekosten - eine deutliche Bremse für übertriebenen Optimismus.
Wolfgang Keiner, Geschäftsführer Festo Österreich: "Die Krise hat uns
gelehrt, dass Planbarkeit nur begrenzt möglich ist - ein Umstand, der
trotz guter Auftragslage verunsichert. Einsparpotenziale aufzudecken
und zu realisieren ist daher das Gebot der Stunde." Für 87% der
befragten Industrievertreter ist die Automation der Schlüssel dazu -
sie sehen in ihr die Technologie, von der sie mehr Effizienz und
Wirtschaftlichkeit für die eigene Produktion erwarten.
Technikermangel in der Industrie
Der viel diskutierte Technikermangel ist nach wie vor ein
besonderes Sorgenkind der heimischen Industrie. Mehr als die Hälfte
der Befragten (56%) gibt an, dass der Technikermangel ein Problem in
ihrem Unternehmen ist. Dennoch scheinen die im Rahmen der
Trendbarometer-Umfrage 2008 geäußerten negativen Erwartungen für die
Zukunft in diesem Ausmaß bisher nicht eingetreten zu sein. 2008
erwarteten sich hier 65% der Befragten ein künftiges Problem für ihr
Unternehmen. Heute beklagen 60% der befragten Unternehmen die
fehlende technische Kompetenz der Mitarbeiter - gefolgt von
Soft-Skills, wie der fehlenden Kommunikationsfähigkeit und Defiziten
bei der Konfliktfähigkeit. Für viele Befragte Anlass zu handeln. 67%
der Unternehmen planen dem Technikermangel durch Maßnahmen zur
Qualifizierung bzw. Umschulung bestehender Mitarbeiter zu begegnen.
Etwas weniger als die Hälfte setzt hingegen auf den Einsatz von
Zeitarbeitern, wobei auch in diesem Bereich die Qualifizierung zu
einer immer größeren Herausforderung wird. Rund ein Viertel der
Befragten wollen dem Technikermangel durch die Rekrutierung von
Mitarbeitern aus den neuen EU-Mitgliedsländern entgegenwirken.
Der Run auf die Bildung!?
Obwohl die befragten Unternehmen die Qualifizierung der eigenen
Mitarbeiter an erster Stelle bei den Maßnahmen gegen Technikermangel
nennen, zeichnet sich im Nachfeld der Krise eine zunehmende
Zurückhaltung bei der Entwicklung der Bildungsbudgets ab. Gingen 2008
noch 68% der Befragten von steigenden Budgets für die Weiterbildung
aus, sind es 2011 um 17% weniger (51%). 2% sprechen nun sogar von
fallenden Budgets. Umso erstaunlicher ist es, dass mehr als die
Hälfte der Befragten kein Bildungscontrolling in ihrem Unternehmen
etabliert hat. Das wirft die Frage nach der Kontrolle der Wirksamkeit
von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auf. Hermann Studnitzka, Leiter
von Festo Didactic: "Bildungscontrolling geht Hand in Hand mit der
Budgetfrage. Fehlen die Benchmarks zur Offenlegung der Rentabilität
der Investitionen, werden die Bildungsbudgets 'flach' gehalten."
Effizienzkontrolle von Schulungsmaßnahmen
Festo widmet sich - neben der Automation mit Pneumatik und
Elektrik - seit 1959 der Didactic (Geschäftsfeld für technische Aus-
und Weiterbildung) und ist damit ein wichtiger Ansprechpartner der
österreichischen Industrie. Hermann Studnitzka kennt die Situation
aus langjähriger Erfahrung: "Wenn nur 27 % der Befragten
Bildungscontrolling im Unternehmen etabliert haben zeigt das, dass im
Weiterbildungsbereich noch immer viel nach dem Gießkannen-Prinzip
gearbeitet wird. Oft werden Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult,
die gar nicht benötigt werden. Das liegt vor allem am Fehlen von
Kompetenzbeschreibungen, die sich - im Gegensatz zu
Arbeitsplatzbeschreibungen - vielfach noch nicht durchgesetzt haben."
Wichtig ist das möglichst frühe Festmachen der Ziele an messbaren
Kennzahlen, um eine echte Effizienzkontrolle von Schulungsmaßnahmen
zu erreichen.
Die Langversion des Pressetextes finden Sie unter
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