• 20.06.2011, 12:43:31
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"Koalition der Vernünftigen" fordert Regierung zur Gesamtreform - BILD

Im Bild v.l.n.R.:  Mlinar, Walser, Schilcher, Androsch

Wien (OTS) - Bei der Pressekonferenz des "Volksbegehren
Bildungsinitiative" heute, Montag, haben die Initiatoren des
Volksbegehrens gemeinsam mit VertreterInnen der Grünen und des
Liberalen Forums die Regierung dazu aufgerufen, endlich die dringende
notwendige Gesamtreform in Angriff zu nehmen.

Nach dem neuerlichen Zurückrudern der ÖVP in Bezug auf das
Aufsteigen mit drei Nicht Genügend - wie es eigentlich letzte Woche
von ÖVP-Abgeordneten Amon und Bildungsministerin Schmied präsentiert
wurde - ist für das "Volksbegehren Bildungsinitiative" die
Reform-Unwilligkeit und die Reform-Unfähigkeit der Regierung erneut
offensichtlich. "Hinter diesen undurchdachten Einzelaktionen, steht
keine Gesamtidee für eine Reform, die aber so dringend notwendig
wäre. Das ist ein Fleckerlteppich, der keine wirklichen
Verbesserungen für das Bildungssystem bringen wird", kritisiert
Mitinitiator des Volksbegehrens Prof. Bernd Schilcher den
Schleuderkurs der Regierung. Zudem erklärte er, dass "solange die von
vielen Seiten geforderte Verwaltungsreform nicht durchgeführt wird,
ohnehin kein Groschen Geld für eine Reform da ist" und fordert die
Regierung dringend dazu auf, die Verwaltungsreform in Angriff zu
nehmen.

Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, verortet hinter
den kurzfristigen Aktionen der Regierung im Bildungsbereich "Chaos
Pur" und zeigt sich erfreut, dass bei der heutigen Pressekonferenz,
VertreterInnen unterschiedlicher Parteien zeigen, dass "es hier eine
Koalition der Vernünftigen gegenüber dem Parteiengezänk" in der
Bundesregierung gäbe. Er fordert zudem erneut, dass "Noten zunächst
in der Volksschule abgeschafft werden müssen. Und statt nur in der
Oberstufe das Aufsteigen sogar mit drei "Nicht Genügend" anzupreisen,
sollte man ganz generell den Aufstieg mit einem "Nicht Genügend"
schon jetzt realisieren", so Walser.

Die Bundessprecherin des Liberalen Forums (LIF), Dr. Angelika
Mlinar, die ebenfalls eine starke "Reformresistenz" in Österreich
verortet, fordert in Ihrem Statement die Abschaffung der
Schulsprengel, die freie Schulwahl und betont dabei besonders die
Notwendigkeit zur gemeinsamen Ausbildung aller Jugendlichen bis zur
9. Schulstufe.

Der Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitiative Hannes
Androsch erklärt abschließend, dass es einen "nationalen
Schulterschluss braucht, um die gewaltige Reform und Modernisierung
des Bildungssystems die wir brauchen, durchführen zu können." Nicht
länger sollten "scheinideologische, die Zukunft vergessende und
bornierte Streitfragen", dem im Wege stehen. "Das österreichische
Bildungssystem muss endlich der gesellschaftlichen Wirklichkeit
entsprechen", so Androsch und spielt dabei auch auf die Emanzipation
von Frauen und die Familienpolitik im Allgemeinen an.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
   Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
   Tel.: 01/3100740-24
   Mobil: 0680/3208960
   mailto:[email protected]
   http://www.vbbi.at/

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