- 20.06.2011, 10:54:28
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FSG-Peschek: Rekord bei nicht bestandenen Lehrabschlussprüfungen in Wien
Mehr Ausbildungsqualität und -quantität der Betriebe ist Gebot der Stunde.
Wien (OTS) - (FSG-Wien) "Wir schlagen Alarm, denn die Qualität der
Lehre ist in Gefahr! 17,3 Prozent der Wiener Lehrlinge schaffen die
Lehrabschlussprüfungen nicht und dies bedeutet einen Rekordwert der
letzten zehn Jahren. Bereits 2009 war mit 17,1 Prozent nicht
bestandenen Lehrabschlussprüfungen ein trauriger Rekordwert erreicht
worden, 2010 gab es leider nochmals eine Steigerung auf 17,3 Prozent.
Konkret traten 10.009 Jugendliche zur Prüfung an und 1.729 schafften
sie nicht, bei Maler und Anstreicher fielen überhaupt 65,6 Prozent
durch. Der niedrigste und somit beste Wert war 2005 mit 'nur' 12,9
Prozent nicht bestandenen Prüfungen. Offenbar verwechseln manche
Geschäftsführer Ausbeutung mit Ausbildung, doch das Motto muss
'Ausbildung statt Ausbeutung' lauten. Ich fordere die
Wirtschaftskammer und Bundesregierung auf, sofort zu handeln. Es
braucht verpflichtende betriebliche Ausbildungspläne und regelmäßige
Qualitätsmeetings unter Einbeziehung der JugendvertrauensrätInnen,
eine Ausweitung der Berufsschulzeit und externe, unangekündigte
Qualitätskontrollen! Mehr Ausbildungsqualität ist ein Gebot der
Stunde.", so Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der
Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), zu der
Lehrlingsstatistik 2010 der Wiener Wirtschaftskammer.++++
"Neben mehr Qualität der Ausbildung braucht es auch mehr Quantität.
Leider sind 2010 um 2,5 Prozent weniger Ausbildungsbetriebe gegenüber
dem Vorjahr in Wien. In der Privatwirtschaft, also den
Wirtschaftskammer-Mitgliedsbetrieben, werden überhaupt nur mehr
13.963 Lehrlinge in 3.678 Betrieben ausgebildet. Auch wenn es bei der
Gesamtlehrlingsanzahl durch die Wiener Ausbildungsgarantie also ein
kleines Plus gibt und per 31.12.2010 genau 19.187 Lehrlinge
ausgebildet werden, sind wir aufgrund der fehlenden
gesellschaftlichen Verantwortung und Ausbildungsfaulheit vieler
Privatbetriebe vom Rekordwert aus dem Jahr 1980 mit 31.080
Lehrstellenplätzen weit entfernt. Leider bilden in Wien nur elf
Prozent der Betriebe Lehrlinge aus, in Bern sind es 20 Prozent und in
Berlin 25 Prozent. Einmal mehr fordere ich daher, dass
ausbildungsfaule Betriebe eine Strafe zahlen und dieses Geld in
Bildung, mehr Ausbildungsqualität und Arbeit investiert wird.", so
der Junggewerkschafter abschließend.
Rückfragehinweis:
FSG-Wien Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: [email protected]
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