• 19.06.2011, 12:54:17
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Industrie: AK-Zugänge "ideenlos und standortpolitisch kontraproduktiv"

IV-GS Neumayer: Neue und erhöhte Steuern kosten heimische Arbeitsplätze - Keinerlei Vorschläge für Gestaltung der Zukunft Österreichs

Wien (OTS/PdI) - Als "ideenlos und standortpolitisch
kontraproduktiv" bezeichnete der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer aktuelle
Aussagen von AK-Präsident Mag. Herbert Tumpel in der heutigen
ORF-"Pressestunde". "Kreativ ist die AK einzig bei neuen Belastungen
für Leistungsträger und Unternehmen. Mit Klassenkampfrhetorik wird
sich aber weder das Budget konsolidieren lassen, noch werden wir die
dringend benötigten Mittel für die Zukunftsbereiche Bildung,
Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur freimachen können",
betonte der IV-Generalsekretär, der darauf hinwies, "dass in
Österreich gerade einmal rund 1.500 Menschen mit einem
Jahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro gibt. Mangels möglichem
Volumen bei dieser Gruppe ist daher jede sogenannte AK- und
ÖBG-'Reichensteuer' in Wahrheit eine Mittelstandssteuer."

"Wie bei der EU-Arbeitsmarktöffnung den Menschen Sand in die Augen
zu streuen ist angesichts der großen strukturellen Herausforderungen
vor allem in den Bereichen Verwaltung, Pensionen und Gesundheit
jedenfalls zu wenig. Österreich IST bereits ein Höchststeuerland mit
Turbo-Umverteilung", so der IV-Generalsekretär. "Fast eine
wirtschafts- und standortpolitische Selbstaufgabe" sei, so Neumayer,
"dass die AK einmal mehr für die Gestaltung der Zukunft Österreichs
keinerlei Vorschläge parat hat. Einzig ständig und ausschließlich
neue, erhöhte oder wiedereinzuführende Steuern - Stichwort Vermögens-
und Börsenumsatzsteuer - zu fordern, ist populistisch und auf längere
Sicht ein Bärendienst an den Arbeitnehmern, welche die AK vorgibt zu
vertreten. Denn mehr Steuern bedeuten ebenso wie die geforderte
Arbeitszeitverkürzung via Urlaubsverlängerung weniger
Wettbewerbsfähigkeit, weniger Wachstum und damit weniger
Arbeitsplätze in Österreich", betonte Neumayer. Scharf zurückzuweisen
sei jedenfalls die Kritik an den Unternehmen im Bereich der älteren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie wegen angeblicher
"Super-Gewinne". "Wahr ist vielmehr, dass die Industrieunternehmen
ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kurzarbeit und
überdurchschnittlichen Löhnen durch die Krise getragen haben",
betonte der IV-Generalsekretär.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

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Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
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