- 17.06.2011, 12:07:30
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H.P. Martin: Unwirsche chinesische Reaktion auf Hallstatt-Kopievorwurf
Bregenz (OTS) - Wird geplanter Dorfklon zur Raubkopie? / Darf man
historische Kulturgüter klonen? / Chinesische Investoren sollen mit
Hallstatt und UNESCO verhandeln / Grundsatzfragen EU-China tangiert /
Verbotene Stadt Eins-zu Eins in Europa?
Zha Peixin, stellvertretender Vorsitzender des Außenpolitischen
Ausschusses des Chinesischen Volkskongresses und Leiter der
China-Delegation beim EU-Parlament, hat die Kritik an dem
detailgetreuen Nachbau des österreichischen Weltkulturerbe-Ortes
Hallstatt in der chinesischen Provinz Guangdong ungewöhnlich heftig
zurück gewiesen.
Gegenüber dem unabhängigen österreichischen EU-Abgeordneten
Hans-Peter Martin, einem langjährigen Mitglied der parlamentarischen
EU-China-Delegation, erklärte Zha: "Was soll das? Wir haben da unsere
Pläne und verbitten uns eine Einmischung. Sie bauen in Europa doch
auch chinesische Gärten."
H.P. Martin dazu: "Die unwirsche Reaktion ist bedauerlich. Auch
ist eine Gartengestaltung in einem bestimmten Stil nicht vergleichbar
mit dem Klonen alter Kulturgüter.
Hinter dem Projekt steht mit "China Minmetals" ein
milliardenschweres, staatseigenes Unternehmen, das mit dem Abbau
Seltener Erde reich wurde und massiv in die Immobilien-Spekulation
investiert.
Heimlich wurde nun mittels Architektur-Spionage ein Plagiat von
Hallstatt auf den Weg gebracht - genannt "Hashitate", eine
Luxuswohnsiedlung in Buluo. Um zu verhindern, dass daraus eine
Raubkopie wird, bedarf es Verhandlungen des Unternehmens mit der
UNESCO und dem Ort Hallstatt.
Anders als Zha Peixin hat das Mitglied des Rechtsausschusses des
Chinesischen Volkskongresses, Wu Xiahou, ja eine Prüfung der Frage in
China angekündigt.
Was wäre umgekehrt, wenn man die Verbotene Stadt im Zentrum
Beijings in einem EU-Industrie-Brachland ohne Vereinbarungen
nachbauen würde - oder den Nationalen Volkskongress samt Platz des
Himmlischen Friedens?"
H.P. Martin wird Hallstatt und Copyright-Fragen jedenfalls bei der
nächsten Sitzung des parlamentarischen EU-China-Ausschusses in
Beijing im August dieses Jahres zum Thema machen.
Rückfragehinweis:
Büro Dr. Martin
mailto:[email protected]
Tel.: 0043-664-201 80 37
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