Heinisch-Hosek: Frauenquoten - Bei Nichterfüllung der Vorgaben gesetzliche Konsequenzen überlegen

Einiges erreicht aber noch weit entfernt von Gleichstellung

Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
diskutierte Donnerstagabend mit Judith Havasi, Vorstandsmitglied der Wiener Städtischen und Silvia Hruska-Frank von der AK Wien im Republikanischen Club über die Chancen von Frauen in der Wirtschaft. Es sei schon vieles geschehen, jedoch sei noch ein weiter Weg zu gehen, um eine Gleichstellung von Frauen zu erreichen. Und das nicht nur in Gehaltsfragen, sondern auch in Sachen Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen. Bei der Frauenquote in staatsnahen Betrieben müsse man dann gesetzliche Konsequenzen andenken, wenn 2018 die Vorgaben nicht erfüllt werden.****

Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung des Republikanischen Clubs verwies Heinisch-Hosek auf erste Erfolge in Sachen Frauenquote. "Erste Schritte wurden bereits getan. Wir haben einen selbstverpflichtende Quotenregelung für staatsnahe Betriebe beschlossen, die vorsieht, dass es bis 2013 25 Prozent und bis 2018 35 Prozent Frauen in Aufsichtsräten geben muss", so die Frauenministerin. Würden die staatsnahen Unternehmen diese Vorgabe nicht erfüllen, so müsse man Konsequenzen überlegen. Das weibliche Element in der Führungsetage sei aber gerade für Unternehmen von Vorteil, denn "Betriebe die zwei oder mehr Frauen im Vorstand haben, lieferten laut Studien eine um bis zu 26 Prozent bessere Performance ab", gab Heinisch-Hosek zu bedenken.

Österreich sei mit dem Problem der Gleichstellung aber nicht alleine, viele europäische Länder stehen vor ähnlichen Problemen. Deshalb hat EU-Kommissarin Viviane Reding eine europaweite Initiative gestartet und Heinisch-Hosek hat sich als nationale Partnerin zu Verfügung gestellt

Abschließend wies Frauenministerin Heinisch-Hosek darauf hin, dass es unbedingt notwendig sein, das Thema breit in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Das zu erreichen, sei nicht nur die Aufgabe von Politikerinnen, sondern auch von Organisationen, die sich die Frauenrechte als zentrales Arbeitsthema gewählt haben. " Um das Thema länger auf der gesellschaftlichen und politischen Agenda zu halten, bedarf es eines Schulterschlusses aller, denen die Gleichstellung von Frauen am Herzen liegt. Nur gemeinsam können wir etwas ändern und weiterbringen, auch wenn der Weg dorthin oft mühsam und lange ist", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) sp/ah

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