• 16.06.2011, 16:05:32
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Blechen für Pleitiers"

Wo bleibt die Info-Offensive, warum wir noch mehr Euros nach Athen tragen?

Wien (OTS) - Josef Buchers Partei kämpft ums Überleben. In
Umfragen schafft das BZÖ, das der jetzige BZÖ-Mandatar Ewald Stadler
einst "Bienenzüchter-Verein-Österreichs" nannte, gerade noch den
Sprung über die lebensnotwendige Vier-Prozent-Hürde. Bucher & Co.
sehen offenbar in der Finanznot der Griechen ihren letzten
Rettungsanker: "Genug gezahlt. Wir brauchen keinen Schutzschirm,
sondern ein Schutzhirn in Brüssel." Orange betreibt so nur das
Geschäft der blauen Mutterpartei. Die trommelt lauter und simpler:
"Unser Geld für unsere Leute."
Maria Fekter, im Finanzministerium als "Eiserne Lady" des Euro
besetzt, übt in der neuen Rolle noch. Im Moment gibt sie die
Beschwichtigungs-Hofrätin: Die Milliardenhilfe für Griechenland habe
Österreich bisher keinen Cent gekostet, sondern 19 Millionen Euro an
Kredit-Zinsen eingespielt, sagt sie im Hohen Haus. Zahlen für
Pleitiers - ein Schnäppchen-Geschäft?
Im Streit um die Milliardenhilfe für Athen wird in Wien mit großen
Emotionen im Moment nur Kleingeld gewechselt. Die Regierung beteiligt
sich erfreulicherweise am populistischen Zündeln nicht. Vornehme
Zurückhaltung allein geht aber nach hinten los. Wann, wenn nicht
jetzt ist eine Info-Offensive überfällig: Warum wir in Athen
einzahlen, um nicht selber viel mehr blechen zu müssen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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