Scheele/Kernstock: Gesundheitsberufe geraten zunehmend unter Druck

Resolution gegen Versorgungsengpass bei den NÖ Gesundheitsberufen

St. Pölten (OTS/SPI) - Bereits im Jahr 2009 befragte die AK NÖ gemeinsam mit der NÖ Ärztekammer rund 33.000 Beschäftigte in den Gesundheitsberufen zu ihren Arbeitsbedingungen und dem beruflichen Umfeld. Das Ergebnis war ernüchternd: Viel zu lange Arbeitszeiten, überbordende Bürokratie und mangelhafte Personalentwicklung macht jene krank, die uns eigentlich gesund pflegen sollten.

"Die Studie zeigt uns, dass bereits ein Fünftel aller im Gesundheitsbereich tätigen Arbeitskräfte und ein Drittel der angestellten ÄrztInnen emotional erschöpft und massiv von Burnout bedroht sind", so SP-Krankenanstaltensprecher LAbg. Otto Kernstock. Er bringt daher rechtzeitig zum Budgetvoranschlag des Landes 2012 eine "Resolution gegen den Versorgungsengpass bei den niederösterreichischen Gesundheitsberufen" ein. Unterstützt wird er dabei von Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele, die bereits seit über einem Jahr einen runden Tisch zur selben Causa und mit allen Verantwortungsträgern im Gesundheitswesen fordert. Sie hält fest: "Auch die jüngsten Debattenbeiträge anlässlich des Tages der niederösterreichischen Gesundheitsberufe in St. Pölten zeigen klar, dass sich die Situation seit Veröffentlichung der Studie weiter verschlechtert hat. Im Interesse der Beschäftigten im Gesundheitswesen und vor allem auch im Interesse unserer Patientinnen und Patienten ist Handlungsbedarf gegeben."

Die Situation ist alarmierend. Beide Landespolitiker richten daher ihre Forderungen erneut an die für Personal und Finanzen im Land verantwortlichen Regierungsmitglieder LH Pröll und LH-Stv. Sobotka. Abgeordneter Otto Kernstock appelliert: "Wir müssen die Hilfeschreie aus dem Gesundheitswesen endlich ernst nehmen. Hier darf es nicht um Parteipolitik gehen, für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen."

Die notwendigen Maßnahmen liegen für Kernstock auf der Hand. Die Forderungen der Resolution betreffen unter anderem eine deutliche Aufstockung des Personals; planbare verlässliche Arbeitszeiten; eine professionelle Personalentwicklung, die auch individuelle Weiterentwicklungen ermöglicht; eine Gehaltsarchitektur, die auch ohne Sonderzahlungen eine leistungsgerechte Entlohnung darstellt sowie eine Forcierung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze.

"Es kann nicht sein, dass das Gesundheitswesen für Verfehlungen der Landesregierung büssen muss, so LAbg. Otto Kernstock abschließend, "bei allem Verständnis für die schwierige Budgetsituation, an der Sobotka selbst ja nicht ganz unschuldig ist, ist es doch eine der zentralsten Aufgaben eines Landes sich um die beste Qualität in der medizinischen Versorgung für die Patientinnen und Patienten zu kümmern. Und das geht selbstverständlich nicht ohne gerechte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, die sich dieser Herausforderung tagtäglich mit großem Engagement stellen."

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