- 16.06.2011, 11:18:30
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Scheele/Kernstock: Gesundheitsberufe geraten zunehmend unter Druck
Resolution gegen Versorgungsengpass bei den NÖ Gesundheitsberufen
St. Pölten (OTS/SPI) - Bereits im Jahr 2009 befragte die AK NÖ
gemeinsam mit der NÖ Ärztekammer rund 33.000 Beschäftigte in den
Gesundheitsberufen zu ihren Arbeitsbedingungen und dem beruflichen
Umfeld. Das Ergebnis war ernüchternd: Viel zu lange Arbeitszeiten,
überbordende Bürokratie und mangelhafte Personalentwicklung macht
jene krank, die uns eigentlich gesund pflegen sollten.
"Die Studie zeigt uns, dass bereits ein Fünftel aller im
Gesundheitsbereich tätigen Arbeitskräfte und ein Drittel der
angestellten ÄrztInnen emotional erschöpft und massiv von Burnout
bedroht sind", so SP-Krankenanstaltensprecher LAbg. Otto Kernstock.
Er bringt daher rechtzeitig zum Budgetvoranschlag des Landes 2012
eine "Resolution gegen den Versorgungsengpass bei den
niederösterreichischen Gesundheitsberufen" ein. Unterstützt wird er
dabei von Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele, die bereits
seit über einem Jahr einen runden Tisch zur selben Causa und mit
allen Verantwortungsträgern im Gesundheitswesen fordert. Sie hält
fest: "Auch die jüngsten Debattenbeiträge anlässlich des Tages der
niederösterreichischen Gesundheitsberufe in St. Pölten zeigen klar,
dass sich die Situation seit Veröffentlichung der Studie weiter
verschlechtert hat. Im Interesse der Beschäftigten im
Gesundheitswesen und vor allem auch im Interesse unserer Patientinnen
und Patienten ist Handlungsbedarf gegeben."
Die Situation ist alarmierend. Beide Landespolitiker richten daher
ihre Forderungen erneut an die für Personal und Finanzen im Land
verantwortlichen Regierungsmitglieder LH Pröll und LH-Stv. Sobotka.
Abgeordneter Otto Kernstock appelliert: "Wir müssen die Hilfeschreie
aus dem Gesundheitswesen endlich ernst nehmen. Hier darf es nicht um
Parteipolitik gehen, für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen
müssen alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen."
Die notwendigen Maßnahmen liegen für Kernstock auf der Hand. Die
Forderungen der Resolution betreffen unter anderem eine deutliche
Aufstockung des Personals; planbare verlässliche Arbeitszeiten; eine
professionelle Personalentwicklung, die auch individuelle
Weiterentwicklungen ermöglicht; eine Gehaltsarchitektur, die auch
ohne Sonderzahlungen eine leistungsgerechte Entlohnung darstellt
sowie eine Forcierung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze.
"Es kann nicht sein, dass das Gesundheitswesen für Verfehlungen der
Landesregierung büssen muss, so LAbg. Otto Kernstock abschließend,
"bei allem Verständnis für die schwierige Budgetsituation, an der
Sobotka selbst ja nicht ganz unschuldig ist, ist es doch eine der
zentralsten Aufgaben eines Landes sich um die beste Qualität in der
medizinischen Versorgung für die Patientinnen und Patienten zu
kümmern. Und das geht selbstverständlich nicht ohne gerechte
Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, die sich dieser
Herausforderung tagtäglich mit großem Engagement stellen."
Rückfragehinweis:
SPÖNÖ-Landtagsklub Mag. Anton Heinzl Pressereferent Tel.: Tel: 02742/9005 DW 12576, Mobil: +43 676/4073709 mailto:[email protected] www.landtagsklub.noe.spoe.at
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