• 16.06.2011, 10:21:17
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ÖAMTC-Test: Überladung von Fahrzeugen kann gefährliche Folgen haben (+ Fotos)

Auch bei korrekter Beladung deutliche Veränderungen im Fahrverhalten

Wien (OTS) - Egal ob die Fahrt in den wohlverdienten Urlaub oder
vom Baumarkt zum heimischen Garten gehen soll: das richtige Beladen
von Fahrzeug und Anhänger kann lebenswichtig sein. "Die Gefahr eines
überladenen Fahrzeugs wird oft unterschätzt. Bereits geringfügige
Überladungen und eine mangelhafte Fahrzeugbalance können zu einer
wesentlichen Verschlechterung des Fahrverhaltens führen", betont
ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Um zu überprüfen, wie gefährlich die
Veränderungen im Fahrverhalten sind, führte der ÖAMTC
Bremswegmessungen und Ausweichtests mit einem Familienwagen und einem
Fahrzeug-Anhänger-Gespann durch.

Die Testergebnisse im Detail

Eine Urlaubsreise mit der ganzen Familie und Gepäck wurde mit
einem Familienkombi mit Dachbox simuliert. Beim Ausweichtest mit
Beladung wurde ein deutlich verändertes Fahrverhalten festgestellt,
die bei beladenen Fahrzeugen oft vorhandene Neigung zum Übersteuern
verstärkte sich spürbar. "Bei Überladung war die Pendelbewegung des
Autos kaum noch beherrschbar, auch ESP ermöglichte keine sichere
Stabilisierung", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Positiv ist anzumerken,
dass der Bremsweg unabhängig vom Beladungszustand konstant blieb.

Wer einen Baumarkt aufsucht, benötigt für den Transport der
schweren oder sperrigen Einkäufe häufig einen Anhänger. Beim
ÖAMTC-Test wurde ein Pkw mit ungebremstem Kastenanhänger zur
Simulation eingesetzt. Unbeladen konnte der Parcours ohne
Schwierigkeiten gemeistert werden, der beladene Anhänger lief jedoch
deutlich aus der Spur und schwenkte seitwärts aus. Bei korrekt
beladenem Anhänger war diese Reaktion kontrollierbar, das Zugfahrzeug
blieb stabil. "Bei überladenem Anhänger knickte das Gespann beim
ersten Gegenlenken ein. Der Anhänger touchierte das Zugfahrzeug, das
gesamte Gespann drehte sich um die eigene Achse", erklärt Kerbl. Der
Bremsweg verlängerte sich bereits bei beladenem Anhänger deutlich,
bei geringer Überladung kamen weitere Meter dazu.

Zulässige Lasten im Auge behalten und Fahrverhalten anpassen

Beladene Fahrzeuge sind grundsätzlich wesentlich anspruchsvoller
zu steuern als leere. Elektronische Sicherheitssysteme wie ESP
sprechen bei erhöhter Masse nicht mehr so effektiv an, die Bremswege
verlängern sich zum Teil deutlich. "Sollte das Fahrzeug überladen
sein, muss der Lenker mit einer immensen Verstärkung dieser Effekte
rechnen", erklärt der ÖAMTC-Experte. Wichtig ist es also, das
Fahrzeug mit Bedacht zu beladen und den Fahrstil der veränderten
Fahrdynamik anzupassen. "Geschieht das nicht, können gefährliche
Situationen auch bei geübten Fahrern sehr schnell zu Unfällen
führen", weiß Kerbl.

Fahrzeuglenker müssen beachten, dass die zulässigen Lasten für
Achsen, Dach, Anhänger usw. nicht überschritten werden. "Dach- und
Stützlast lassen sich mit einer Personenwaage überprüfen. Um Gesamt-,
Achs- und Anhängelast zu kontrollieren, sollte das Fahrzeug gewogen
werden und zwar jede Achse separat", rät der ÖAMTC-Techniker. Das
Anpassen des Reifendrucks ist vor allem auf langen Fahrten zwingend
erforderlich. Angaben zu Beladungsgrenzen und Reifendruck finden sich
in der Betriebsanleitung und den Fahrzeugpapieren.

Aviso an die Redaktionen:

Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

Informationen zu allen Tests des ÖAMTC finden Sie unter
www.oeamtc.at/tests.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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