Finanztransaktionssteuer: AK und ÖGB fordern deutliches Signal des Europäischen Rats

Kampagne für Finanztransaktionssteuer geht in die nächste Runde: Bis 24. Juni können sich BürgerInnen auf Online-Plattform dafür einsetzen

Wien (OTS) - "Beim Europäischen Rat am 23. und 24. Juni muss die Finanztransaktionssteuer Thema sein. Die Staats- und Regierungschefs müssen ein deutliches Signal set-zen und sich für die EU-weite Einführung der Steuer einsetzen", fordern ÖGB-Präsident Erich Foglar und AK-Präsident Herbert Tumpel. Leider sind einige Staats- und Regierungschefs noch unschlüssig, daher appellieren die beiden Präsidenten an die BürgerInnen, sich über die Website www.financialtransactiontax.eu/de an die WackelkandidatInnen zu wenden und sie zu überzeugen, für die Einführung der Finanztransaktionssteuer zu stimmen: "Gemeinsam können wir der Macht der Finanzlobbys etwas entgegensetzen. Denn: Gerechtigkeit muss sein", so Foglar und Tumpel.

"Es ist höchste Zeit, dass auch jene einen Beitrag zur Finanzierung der Kosten der Krise leisten, die sie mit verursacht haben, nämlich die Spekulanten", fordert Tumpel. "Schon bei einem Steuersatz von einem halben Promille bringt das in Österreich 1,8 Milliarden Euro ohne die KonsumentInnen zu belasten. Das ist mehr, als Österreich für so wichtige Bereiche wie Beschäftigungspolitik und For-schung zusammen ausgibt, und damit werden Mittel für dringend nötige Zu-kunftsinvestitionen frei." Auf europäischer Ebene könnte ein derart niedriger Steuersatz dennoch bis zu 200 Milliarden Euro bringen.

"Die Finanztransaktionssteuer ist eine Idee, deren Zeit nun gekommen ist", sagt Foglar. "Die Menschen in Europa haben genug von Sparpaketen, die ihnen Löhne, Pensionen und Sozialleistungen kürzen, während die Spekulanten wieder munter drauf los spekulieren, als wäre nichts gewesen. Die Finanztransaktionssteuer ist ein wichtiger Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und ein Instrument, um Spekulation einzudämmen."

www.financialtransactiontax.eu/de

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