- 16.06.2011, 08:55:51
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Strafanzeigen gegen illegalen Lebendrupf
VIER PFOTEN fordert: Die internationale Gänsedaunen-Lobby muss endlich handeln

Wien (OTS) - In den letzten Tagen kontrollierten VIER PFOTEN Teams
60 Gänsefarmen in Polen und Ungarn. Das Ergebnis stimmt optimistisch.
Alle Farmen auf der VIER PFOTEN Positiv-Liste verzichten auf die
Tierquälerei und zeigten sich offen für die Kontrollen.
Bei zwei Farmen in Ungarn stießen die Kontrolleure jedoch auf
frisch gerupfte, verletzte Gänse. Gegen die Farmen eines Züchters in
Ohat und eines Gänsehalters in Folyás wurde Strafanzeige erstattet,
in letzterem Fall auch wegen Schwarzarbeit.
"Die Gänse des Züchters in Ohat waren bis zum Kopfansatz
kahlgerupft und eng zusammengepfercht. Das Rupfen am Hals ist
besonders schmerzhaft - blutende Wunden sind dabei unvermeidlich",
berichtet Marcus Müller, Leiter der Lebendrupfkampagne.
Für den Lebendrupf rücken so genannte Federbrigaden mit Autobussen
an, um den Gänsen im Akkord die Federn und Daunen auszurupfen. Diese
Praxis wird selbst von den meisten Gänsehaltern abgelehnt und ist in
der EU verboten.
Im letzten Jahr hatte der deutsche Daunen- und Federnverband VDFI
scheinheilig harte Strafen für Lebendrupfer gefordert. Nun hat der
Verband die Chance zu zeigen, ob die scharfen Forderungen ehrlich
waren oder nur ein PR-Gag. VIER PFOTEN fordert den VDFI und den
ungarischen Daunenverband auf, sich für harte Strafen einzusetzen und
zu verhindern, dass die Vorfälle erneut vertuscht werden.
VIER PFOTEN setzt die unangemeldeten Kontrollen den gesamten
Sommer fort und wird jeden Gänsezüchter, der seine Gänse lebendig
rupft, zur Rechenschaft ziehen. Dazu setzt VIER PFOTEN auch ein
ferngesteuertes Flugzeug ein, um versteckte gerupfte Gänseherden
aufzuspüren.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Marcus Müller
Tel.: 0043 (0) 664 45 22 430
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