• 15.06.2011, 12:55:57
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Rotes Kreuz lädt zum Tag der Freiwilligen 2011

"Jahr der Freiwilligkeit darf keine Einmalaktion bleiben", so Rotkreuz-Präsident Mayer

Wien (OTS/ÖRK) - Anlässlich des "Tages der Freiwilligen" am 17.
Juni lädt das Österreichische Rote Kreuz interessierte Menschen
bundesweit ein und präsentiert in rund 80 Projekten, wie spannend,
interessant und freudebringend freiwilliges Engagement ist.
Gleichzeitig warnt der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes,
Fredy Mayer, aber davor, das Europäische Jahr der
Freiwilligentätigkeit in Einmalaktionen enden zu lassen. "Wir möchten
vielmehr, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, damit sich die
Zivilgesellschaft dauerhaft entfalten kann", so der
Rotkreuz-Präsident. Es ginge um das Bemühen, "den Freiwilligen ihre
Tätigkeit nicht unnötig schwer zu machen. Diese Art der Wertschätzung
ist in Österreich ausbaufähig."

Analog zur Spendenabsetzbarkeit schlägt Mayer auch die Absetzbarkeit
von Zeitspenden bei Tätigkeiten im öffentlichen Interesse vor. "Der
menschliche Kitt in der Zivilgesellschaft braucht nicht nur
symbolische, sondern auch materielle Anerkennung", so der
Rotkreuz-Präsident. Auch die Möglichkeit, freiwillige Tätigkeit als
Versicherungsjahre anzurechnen, gehört für Mayer zumindest geprüft.
Auf diese Weise könnte die Regierung zeigen, dass sie zum Konzept der
Zivilgesellschaft nicht nur in Reden und bei Ordensverleihungen
steht. Weiters fehle in Österreich ein offizieller Bericht zur "Lage
der Freiwilligkeit" als Steuerungsinstrument. "Er sollte alle zwei
Jahre erscheinen, und nicht wie bisher nur alle zehn Jahre", so
Mayer. Ein solcher Bericht sei auch nötig, um die
gesamtgesellschaftlichen Vorteile des freiwilligen Engagements
darzustellen und "seine sozialen Hebeleffekte und die
Wohlstandsgewinne viel stärker in den Vordergrund zu rücken."

Diese und zahlreiche weitere Forderungen an die Politik finden sich
in der aktuellen "TO DO-Liste für Österreich" des ÖRK, die dieser
Tage allen Ministerien und Parlamentsabgeordneten zugeht. Die TO
DO-Liste ist außerdem online auf www.roteskreuz.at abrufbar.

"Für mich sieht es manchmal so aus, als ob die Freiwilligkeit zum
Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden wäre", erklärt Fredy Mayer.
"Wenn etwas gut funktioniert, dann wird es zur
Selbstverständlichkeit." Es sei aber überhaupt nicht
selbstverständlich, dass in Österreich alleine beim Roten Kreuz fast
55.000 Freiwillige sicherstellen, "dass die Rettung kommt; dass die
Hauskrankenpflege kommt; dass rund um die Uhr ausreichend
Blutkonserven für die Patienten aller Spitäler vorhanden sind, und so
weiter". Dass grundsätzlich Bereitschaft zur Freiwilligkeit besteht,
bestätigt die Tatsache, dass sich knapp 44% der Bevölkerung
freiwillig engagieren. Auch der Anstieg der Zahl an freiwilligen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes von rund 2.000
Personen im Vergleich zum Vorjahr stellt dies unter Beweis, "doch
insgesamt ist der Trend rückläufig", so Präsident Mayer. "Dem
weiteren Verlauf dieser Tendenz sollten wir im Interesse der
Gesellschaft vorbeugen." Bespielgebend sei
www.freiwilligentag2011.at.

Türen und Tore öffnen diesen Freitag, 17. Juni 2011, zahlreiche
gemeinnützige Organisationen und Vereine. Ziel ist es, interessierten
Menschen einen Einblick in die Freiwilligenarbeit zu gewähren. Der
Freiwilligentag 2011 ist eine Initiative von Caritas, Diakonie,
Hilfswerk, Rotem Kreuz und Volkshilfe in Kooperation mit dem ORF. Er
wird im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit von
der EU und vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz unterstützt.

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter, Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153 , Mobil: +43 664 823 48 54 mailto:[email protected] , http://www.roteskreuz.at

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