• 15.06.2011, 11:59:09
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Berlakovich: Gemüsebauern brauchen echte Entschädigung, kein Bürokratie-Monster

Ergebnisse des gestrigen Verwaltungsausschusses teilweise positiv, teilweise kritisch beurteilt

Wien (OTS) - "Positiv zu bewerten ist, dass die EU-Kommission ihr
ursprüngliches Angebot von insgesamt 150 Millionen Euro auf 210
Millionen Euro aufgestockt hat und es somit mehr Entschädigung für
die betroffenen europäischen Gemüsebäuerinnen und -bauern gibt. Wir
haben außerdem erreicht, dass nicht das sogenannte Windhundprinzip
bei der Verteilung zur Anwendung kommt. 'Wer zuerst kommt, mahlt
zuerst' darf in so einer wichtigen Frage nicht das Gebot sein.
Vielmehr werden die tatsächlichen Schäden als Bemessungsgrundlage
herangezogen. Das ist gut und richtig", so Landwirtschaftsminister
Niki Berlakovich zum Ergebnis des gestrigen EU-Verwaltungsausschusses
zu den Entschädigungszahlungen für die vom aktuellen Konsumrückgang
getroffenen Gemüsebäuerinnen und -bauern.

Deutlich kritischer sieht der Landwirtschaftsminister die
bürokratische Abwicklung der Entschädigungen. "Die betroffenen Geb -
und b- müssen rasch und ohne überbordenden Verwaltungsaufwand zu
ihrem Geld kommen. Die Entschädigungen sollen eine tatsächliche Hilfe
sein und kein Bürokratie-Monster", so Berlakovich.

Bis Ende Juni werden nun alle Länder ihre Schäden bei der
EU-Kommission einmelden. Darauf aufbauend wird dann die genaue
Verteilung festgelegt, also wie viel Prozent der Schäden tatsächlich
abgegolten werden. Maximal sind von der EU 50 Prozent vorgesehen.
Ende Juli soll das erste Mal Geld fließen.

"Außerdem will ich, dass die europäische Union aus der EHEC-Krise
die entsprechenden Lehren zieht. Solche Risiken müssen in Zukunft
besser abgesichert werden. Daher fordere ich von der EU-Kommission
einen Krisenfonds, der auch maßgeblich aus EU-Mitteln gespeist wird",
betont der Landwirtschaftsminister, der will, dass dieses Thema im
Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Zeit nach 2013
behandelt wird.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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