- 15.06.2011, 09:17:03
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ÖAMTC informiert über die beliebtesten Reiseländer der Österreicher - Teil 4: Türkei
Sieben Prozent der österreichischen Urlauber planen Ferien in der Türkei
Wien (OTS) - Der ÖAMTC hat gemeinsam mit dem Institut für
Freizeit- und Tourismusforschung die Österreichische Tourismusanalyse
durchgeführt. Das Ergebnis: die österreichischen Urlauber zieht es
diesen Sommer hauptsächlich nach Italien, Kroatien, Spanien, in die
Türkei und nach Griechenland. Damit Reiselustige bestens informiert
in den wohlverdienten Urlaub starten können, liefert der ÖAMTC alles
Wissenswerte über diese Länder.
Die Türkei konnte sich gemeinsam mit Spanien auf Rang drei der
beliebtesten ausländischen Reiseziele der Österreicher platzieren.
Die Tourismusanalyse 2011 zeigt, dass sieben Prozent der
österreichischen Urlauber eine Reise an den Bosporus planen. "Die
Türkei ist kein EU-Mitglied, daher unterscheiden sich einige
Bestimmungen wesentlich von denen anderer beliebter Urlaubsziele",
erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Cornelia Schwarz. Damit der Türkei-Urlaub
möglichst stress- und sorgenfrei abläuft, hat die ÖAMTC-Touristik die
wichtigsten Bestimmungen des Landes zusammengefasst.
* Einreise: Um in die Türkei einzureisen, ist ein Visum notwendig.
"Das Visum kann man für eine Gebühr von 15 Euro direkt an der Grenze
beantragen. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, den
genauen Betrag bereitzuhalten", rät die ÖAMTC-Touristikerin. Für
Reisende, die nicht zu touristischen Zwecken einreisen sowie Inhaber
eines Notpasses ist das Visum nur bei der Botschaft gegen eine Gebühr
von 60 Euro erhältlich. Der Nachweis der Wiederausreise (Rückflug-
oder Weiterreiseticket) ist ebenfalls zwingend erforderlich. Der
Reisepass muss nach Ablauf des Einreisevisums noch mindestens drei
Monate gültig sein. "In der Praxis bedeutet das, dass der Pass bei
der Einreise in die Türkei noch sechs Monate gültig sein muss",
rechnet Schwarz vor. Bei der Einreise sollte außerdem darauf geachtet
werden, dass man einen entsprechenden Stempel in den Pass bekommt -
andernfalls kann es bei Verlassen des Landes zu Problemen kommen.
* Grüne Versicherungskarte: Bei Autoreisen ist die Mitnahme der
Grünen Versicherungskarte vorgeschrieben. "Der Versicherungsschutz
gilt oft nur für den europäischen Teil der Türkei. Im Zweifelsfall
sollte man mit seinem Versicherer Rücksprache halten, um auch im
asiatischen Teil des Landes geschützt zu sein", betont die
ÖAMTC-Expertin. Bei der Einreise wird das Fahrzeug von den
Zollbeamten in den Reisepass eingetragen, bei der Ausreise wieder
gelöscht. Das entsprechende Formular ("Vehicle Entry-Exit Form") ist
bis zum Verlassen des Landes gut aufzubewahren.
* Maut: Autobahnen sind gebührenpflichtig, ebenso Brücken, die Europa
mit Asien verbinden. Die anfallenden Mautkosten können im Vorfeld mit
dem ÖAMTC-Routenplaner berechnet werden: www.oeamtc.at/routenplaner
* Mitführpflichten: Neben Verbandspaket, Warndreieck und Warnweste
sind ein Feuerlöscher und ein zweites Pannendreieck vorgeschrieben.
* Reiseversicherung: In der Türkei gilt die Europäische
Krankenversicherungskarte nicht, stattdessen benötigt man einen
Urlaubskrankenschein, der vom Dienstgeber oder der Krankenkasse
ausgestellt wird. "Für umfassenden Schutz im Krankheitsfall, bei
Krankenrücktransport und Fahrzeugrückholung ist der Abschluss einer
privaten Reiseversicherung wie dem ÖAMTC-Schutzbrief ratsam",
empfiehlt Schwarz.
* Rauchverbot: Rauchverbot herrscht in öffentlich zugänglichen
Gebäuden, Bars, Restaurants und Verkehrsmitteln. Bei Missachtung des
Rauchverbots drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet rund 35 Euro.
"Das Verbot gilt nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern
beispielsweise auch in überdachten Gastgärten. Das bedeutet, Rauchen
ist tatsächlich nur unter freiem Himmel erlaubt, unter einem Zelt,
Sonnenschirm oder Vordach jedoch verboten", betont die
ÖAMTC-Touristikerin.
* Einfuhrbestimmungen in die Türkei: Da die Türkei kein EU-Land ist,
dürfen bei der Einreise nur Gegenstände zollfrei mitgeführt werden,
die dem Zweck, der Dauer, der Jahreszeit der Reise und dem
persönlichen Gebrauch entsprechen.
* Einfuhrbestimmungen nach Österreich: "Die Einfuhrbestimmungen sind
relativ komplex. Man sollte sich daher vorab Infos einholen, um
Probleme zu vermeiden", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Die genauen
Bestimmungen finden sich unter www.oeamtc.at/laenderinfo.
* Ausfuhrbestimmungen: "Es ist verboten, auf freiem Feld gefundene
oder von Händlern gekaufte und als Teile antiker Bauwerke oder
ähnlichem identifizierbare Steine nach Österreich auszuführen", mahnt
die ÖAMTC-Reiseexpertin. Verstöße gegen diese Regelung wurden bereits
in einigen Fällen mit sofortiger Festnahme und Gefängnisstrafen
geahndet.
* "Touristenfallen": Generell sollte man sich nicht von Leuten
beirren lassen, die den Weg zum vermeintlich besten und günstigsten
Laden kennen. "Oft bekommen diese Personen Provisionen von
befreundeten Händlern. Aufgrund der Unkenntnis des ortsüblichen
Preisniveaus werden von Touristen häufig deutlich überhöhte Preise
für Teppiche oder Schmuck bezahlt", weiß die ÖAMTC-Touristikerin.
* Reisetipp: Die Südküste des Landes, die auch "Türkische Riviera"
genannt wird, bietet historische Ruinen, weite Strände und
Bergmassive. Antalya ist das größte Touristenzentrum dieser Region
und zugleich eine der größten Städte der Türkei. "Sehenswert sind die
Altstadt mit gut erhaltenen osmanischen Erkerhäusern und dem
Kesik-Minarett, der alte Hafen, das archäologische Museum und der 250
Meter hohe Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der
mittelalterlichen Festungsanlage", erklärt die ÖAMTC-Expertin.
Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Eine
Ausnahme bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden
und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus
entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder
landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten unbedingt einen Trip
nach Antaky, dem früheren Antiochia, einplanen.
Ausführliche Informationen zur Türkei findet man in der
ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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