ÖAMTC informiert über die beliebtesten Reiseländer der Österreicher - Teil 4: Türkei

Sieben Prozent der österreichischen Urlauber planen Ferien in der Türkei

Wien (OTS) - Der ÖAMTC hat gemeinsam mit dem Institut für Freizeit- und Tourismusforschung die Österreichische Tourismusanalyse durchgeführt. Das Ergebnis: die österreichischen Urlauber zieht es diesen Sommer hauptsächlich nach Italien, Kroatien, Spanien, in die Türkei und nach Griechenland. Damit Reiselustige bestens informiert in den wohlverdienten Urlaub starten können, liefert der ÖAMTC alles Wissenswerte über diese Länder.

Die Türkei konnte sich gemeinsam mit Spanien auf Rang drei der beliebtesten ausländischen Reiseziele der Österreicher platzieren. Die Tourismusanalyse 2011 zeigt, dass sieben Prozent der österreichischen Urlauber eine Reise an den Bosporus planen. "Die Türkei ist kein EU-Mitglied, daher unterscheiden sich einige Bestimmungen wesentlich von denen anderer beliebter Urlaubsziele", erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Cornelia Schwarz. Damit der Türkei-Urlaub möglichst stress- und sorgenfrei abläuft, hat die ÖAMTC-Touristik die wichtigsten Bestimmungen des Landes zusammengefasst.

* Einreise: Um in die Türkei einzureisen, ist ein Visum notwendig. "Das Visum kann man für eine Gebühr von 15 Euro direkt an der Grenze beantragen. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, den genauen Betrag bereitzuhalten", rät die ÖAMTC-Touristikerin. Für Reisende, die nicht zu touristischen Zwecken einreisen sowie Inhaber eines Notpasses ist das Visum nur bei der Botschaft gegen eine Gebühr von 60 Euro erhältlich. Der Nachweis der Wiederausreise (Rückflug-oder Weiterreiseticket) ist ebenfalls zwingend erforderlich. Der Reisepass muss nach Ablauf des Einreisevisums noch mindestens drei Monate gültig sein. "In der Praxis bedeutet das, dass der Pass bei der Einreise in die Türkei noch sechs Monate gültig sein muss", rechnet Schwarz vor. Bei der Einreise sollte außerdem darauf geachtet werden, dass man einen entsprechenden Stempel in den Pass bekommt -andernfalls kann es bei Verlassen des Landes zu Problemen kommen.

* Grüne Versicherungskarte: Bei Autoreisen ist die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte vorgeschrieben. "Der Versicherungsschutz gilt oft nur für den europäischen Teil der Türkei. Im Zweifelsfall sollte man mit seinem Versicherer Rücksprache halten, um auch im asiatischen Teil des Landes geschützt zu sein", betont die ÖAMTC-Expertin. Bei der Einreise wird das Fahrzeug von den Zollbeamten in den Reisepass eingetragen, bei der Ausreise wieder gelöscht. Das entsprechende Formular ("Vehicle Entry-Exit Form") ist bis zum Verlassen des Landes gut aufzubewahren.

* Maut: Autobahnen sind gebührenpflichtig, ebenso Brücken, die Europa mit Asien verbinden. Die anfallenden Mautkosten können im Vorfeld mit dem ÖAMTC-Routenplaner berechnet werden: www.oeamtc.at/routenplaner

* Mitführpflichten: Neben Verbandspaket, Warndreieck und Warnweste sind ein Feuerlöscher und ein zweites Pannendreieck vorgeschrieben.

* Reiseversicherung: In der Türkei gilt die Europäische Krankenversicherungskarte nicht, stattdessen benötigt man einen Urlaubskrankenschein, der vom Dienstgeber oder der Krankenkasse ausgestellt wird. "Für umfassenden Schutz im Krankheitsfall, bei Krankenrücktransport und Fahrzeugrückholung ist der Abschluss einer privaten Reiseversicherung wie dem ÖAMTC-Schutzbrief ratsam", empfiehlt Schwarz.

* Rauchverbot: Rauchverbot herrscht in öffentlich zugänglichen Gebäuden, Bars, Restaurants und Verkehrsmitteln. Bei Missachtung des Rauchverbots drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet rund 35 Euro. "Das Verbot gilt nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern beispielsweise auch in überdachten Gastgärten. Das bedeutet, Rauchen ist tatsächlich nur unter freiem Himmel erlaubt, unter einem Zelt, Sonnenschirm oder Vordach jedoch verboten", betont die ÖAMTC-Touristikerin.

* Einfuhrbestimmungen in die Türkei: Da die Türkei kein EU-Land ist, dürfen bei der Einreise nur Gegenstände zollfrei mitgeführt werden, die dem Zweck, der Dauer, der Jahreszeit der Reise und dem persönlichen Gebrauch entsprechen.

* Einfuhrbestimmungen nach Österreich: "Die Einfuhrbestimmungen sind relativ komplex. Man sollte sich daher vorab Infos einholen, um Probleme zu vermeiden", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Die genauen Bestimmungen finden sich unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

* Ausfuhrbestimmungen: "Es ist verboten, auf freiem Feld gefundene oder von Händlern gekaufte und als Teile antiker Bauwerke oder ähnlichem identifizierbare Steine nach Österreich auszuführen", mahnt die ÖAMTC-Reiseexpertin. Verstöße gegen diese Regelung wurden bereits in einigen Fällen mit sofortiger Festnahme und Gefängnisstrafen geahndet.

* "Touristenfallen": Generell sollte man sich nicht von Leuten beirren lassen, die den Weg zum vermeintlich besten und günstigsten Laden kennen. "Oft bekommen diese Personen Provisionen von befreundeten Händlern. Aufgrund der Unkenntnis des ortsüblichen Preisniveaus werden von Touristen häufig deutlich überhöhte Preise für Teppiche oder Schmuck bezahlt", weiß die ÖAMTC-Touristikerin.

* Reisetipp: Die Südküste des Landes, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet historische Ruinen, weite Strände und Bergmassive. Antalya ist das größte Touristenzentrum dieser Region und zugleich eine der größten Städte der Türkei. "Sehenswert sind die Altstadt mit gut erhaltenen osmanischen Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen, das archäologische Museum und der 250 Meter hohe Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Eine Ausnahme bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten unbedingt einen Trip nach Antaky, dem früheren Antiochia, einplanen.

Ausführliche Informationen zur Türkei findet man in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

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