Jugendrotkreuz: Toleranz bei Kindern und Jugendlichen fördern

Wissen schützt vor Vorurteilen und Ängsten

Wien (OTS/Jugendrotkreuz) - "Kinder leben uns deutlich vor, wie
man am besten auf Neues zugeht: mit Neugier und Offenheit. Damit auch Jugendliche gegenüber Menschen aus anderen Kulturen offen sein können, brauchen sie Wissen. Objektive Information und belegbare Tatsachen schützen vor Vorurteilen und zerstreuen Ängste", so Karl Zarhuber, Generalsekretär des Österreichischen Jugendrotkreuzes.

Die aktuelle Studie des UNHCR zeigt, dass die meisten Menschen in Österreich ein falsches Bild vom Leben und der Versorgung von Asylwerbern haben, das nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Die Studie belegt weiters, dass in Österreich großes Unwissen über die Lebenssituation, Bedürfnisse und Rechte von Asylwerbern und Flüchtlingen herrscht. Was diese Schutzsuchenden von anderen Fremden, etwa Einwanderern, unterscheidet, ist nur wenigen klar. Vorurteile und Negativmeinungen dominieren meist die Diskussion.

Hauptaufgabe des Jugendrotkreuzes ist es, Kindern und Jugendlichen Werte wie Toleranz, Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu vermitteln. 6.200 Lehrerinnen und Lehrer sind als Jugendrotkreuz-Referentinnen und Referenten an Österreichs Schulen tätig und haben in ihrer Funktion die Möglichkeit, Themen wie das Humanitäre Völkerrecht oder Migration mit Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten. Neu ist die Unterrichtsmappe "Das große Plus", die das Jugendrotkreuz gemeinsam mit der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV) und dem ÖGB entwickelt hat. Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, welch großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag Menschen mit Migrationshintergrund leisten. "Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft - sie ist zugleich Herausforderung und Chance", ist Karl Zarhuber überzeugt. 930 Schulen arbeiten bereits mit der Unterrichtsmappe, die zweite Auflage wird derzeit produziert. "Informationen zu Wander- und Fluchtbewegungen in Europa sowie Begriffsklärungen sind Inhalt des Unterrichtspakets", so Zarhuber.

2011 wird die Genfer Flüchtlingskonvention 60 Jahre alt. Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, wird an die Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention erinnert. Dank der Genfer Flüchtlingskonvention haben Millionen Menschen Schutz vor Verfolgung gefunden und ein neues Leben in Sicherheit begonnen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Petra Griessner, Österreichisches Jugendrotkreuz
Tel.: +43 1 589 00-357, Mobil: +43 664 823 48 87, petra.griessner@roteskreuz.at, www.jugendrotkreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0001