• 14.06.2011, 12:06:03
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Jugendrotkreuz: Toleranz bei Kindern und Jugendlichen fördern

Wissen schützt vor Vorurteilen und Ängsten

Wien (OTS/Jugendrotkreuz) - "Kinder leben uns deutlich vor, wie
man am besten auf Neues zugeht: mit Neugier und Offenheit. Damit auch
Jugendliche gegenüber Menschen aus anderen Kulturen offen sein
können, brauchen sie Wissen. Objektive Information und belegbare
Tatsachen schützen vor Vorurteilen und zerstreuen Ängste", so Karl
Zarhuber, Generalsekretär des Österreichischen Jugendrotkreuzes.

Die aktuelle Studie des UNHCR zeigt, dass die meisten Menschen in
Österreich ein falsches Bild vom Leben und der Versorgung von
Asylwerbern haben, das nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Die
Studie belegt weiters, dass in Österreich großes Unwissen über die
Lebenssituation, Bedürfnisse und Rechte von Asylwerbern und
Flüchtlingen herrscht. Was diese Schutzsuchenden von anderen Fremden,
etwa Einwanderern, unterscheidet, ist nur wenigen klar. Vorurteile
und Negativmeinungen dominieren meist die Diskussion.

Hauptaufgabe des Jugendrotkreuzes ist es, Kindern und Jugendlichen
Werte wie Toleranz, Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu
vermitteln. 6.200 Lehrerinnen und Lehrer sind als
Jugendrotkreuz-Referentinnen und Referenten an Österreichs Schulen
tätig und haben in ihrer Funktion die Möglichkeit, Themen wie das
Humanitäre Völkerrecht oder Migration mit Schülerinnen und Schülern
zu erarbeiten. Neu ist die Unterrichtsmappe "Das große Plus", die das
Jugendrotkreuz gemeinsam mit der Vereinigung der Österreichischen
Industrie (IV) und dem ÖGB entwickelt hat. Ziel ist es, jungen
Menschen zu zeigen, welch großen gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Beitrag Menschen mit Migrationshintergrund leisten.
"Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft - sie ist zugleich
Herausforderung und Chance", ist Karl Zarhuber überzeugt. 930 Schulen
arbeiten bereits mit der Unterrichtsmappe, die zweite Auflage wird
derzeit produziert. "Informationen zu Wander- und Fluchtbewegungen in
Europa sowie Begriffsklärungen sind Inhalt des Unterrichtspakets", so
Zarhuber.

2011 wird die Genfer Flüchtlingskonvention 60 Jahre alt. Am 20. Juni,
dem Weltflüchtlingstag, wird an die Unterzeichnung der Genfer
Flüchtlingskonvention erinnert. Dank der Genfer Flüchtlingskonvention
haben Millionen Menschen Schutz vor Verfolgung gefunden und ein neues
Leben in Sicherheit begonnen.

Rückfragehinweis:
Mag. Petra Griessner, Österreichisches Jugendrotkreuz
Tel.: +43 1 589 00-357, Mobil: +43 664 823 48 87, mailto:[email protected], www.jugendrotkreuz.at

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