Österreicher gegen Gesetzesänderung bei "Ärztlichen Hausapotheken"

Österreicher wollen Zuwendungsmedizin statt Nebenerwerbs-Ärzte und Schmalspur-Apotheken in Arztpraxen.

Wien (OTS) - OEKONSULT-Chef Joshi M.A. Schillhab wertet die Ergebnisse seiner aktuellen Repräsentativumfrage "Ärztliche Hausapotheken versus Öffentliche Apotheken" als eindeutiges Votum für Vollapotheken. Wenn allerdings eine öffentliche Apotheke nicht in zumutbarer Entfernung verfügbar ist, begrüßen die Patienten gerne die ärztlichen Hausapotheken. Aber nur dann. Die Bevölkerungsmehrheit sieht jedenfalls keinen zwingenden Grund für eine Gesetzesänderung. "Ärzte sollen vielmehr für die ärztliche Betreuung ihrer PatientInnen ausreichend gut bezahlt werden. Dann erübrigt sich auch das Rittern um eine Ausweitung der Hausapotheken-Regelung", betont Schillhab.

Schon im Mai 2008 hatte eine ähnliche OEKONSULT-Umfrage ergeben, dass die heimische Landbevölkerung eine Voll-Apotheke im Dorf bevorzugt, die "ärztlichen Hausapotheken" jedoch gerne als notwendige Behelfslösung begrüßt". Schillhab vertrat damals bei der Präsentation der Umfrageergebnisse die Meinung, "die Diskussion um den vermeintlichen Vorzug der KonsumentInnen für die so genannten ärztlichen Hausapotheken gegenüber örtlichen vollwertigen Apotheken sollte nach den erstellten Kundenzufriedenheitsstudien beendet sein". Weit gefehlt, eine Annäherung von Apothekern und Ärztekammer ist nicht in Sicht. Die aktuelle Studie wurde unter der Gesamtbevölkerung durchgeführt.

Vom 10. bis 13.Mai 2011 und im Auftrag des Österreichischen Apothekerverbandes hat das Forschungs- und Beratungsinstitut OEKONSULT österreichweit die vorliegende repräsentative, persönliche (Face-to-Face) Blitzumfrage - unter 1087 Personen der heimischen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren - abgewickelt.

  • Geringes Spontanwissen zum Begriff "ärztliche Hausapotheke". 34% der Befragten sagen, sie wüssten, was unter "ärztlicher Hausapotheke zu verstehen ist.
  • Persönliche Befragung mit Vorzeigekarten stellt Sachkenntnis her.
  • 93% bestätigen Österreichs hervorragende Medikamentenversorgung.
  • 95% halten herrschende Gesetzeslage für wohlbegründet.
  • Ärztliche Hausapotheken am Land von großer Wichtigkeit (91%).
  • Besseres Einkommen für Ärzte würde Hausapotheken weniger dringlich machen (85%).
  • 85% fordern, Ärzte sollen optimales Medikament verschreiben, nicht bevorzugt was vorrätig ist.
  • Hausapotheken zur ärztlichen Einkommens-Auffettung ist der falsche Weg, sagen 74%.

Die Schlussfolgerung der 1087 Befragten in der österreichweiten Repräsentativumfrage zeigt ein klares Ergebnis. Während annähernd gleich viele Probanden für eine Ausweitung (15%) der derzeitigen gesetzlichen Hausapotheken Regelung plädieren und 14% hingegen für eine Einschränkung, sprechen sich 72% für die unveränderte Beibehaltung des geltenden Gesetzes aus.

Die gesamte Umfrage als Download mit allen Grafiken und Interpretationen: www.oekonsult.at

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