- 14.06.2011, 10:00:45
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ASFINAG: A 10 Tauern Autobahn - Vollausbau Tauernstrecke am 30. Juni 2011 abgeschlossen
Meilenstein in der Geschichte der A 10
Salzburg (OTS) - Am 30. Juni 2011 wird der zweiröhrig ausgebaute
Tauerntunnel offiziell in Betrieb genommen - ein Tag, der in die
Geschichte der A 10 Tauern Autobahn eingehen wird. Denn damit ist
erstmals nach der Eröffnung der Scheitelstrecke (Eben-Rennweg) am 21.
Juni 1975 die gesamte rd. 192 km lange A 10 von Salzburg bis Villach
durchgehend vierspurig bzw. in den Tunneln zweiröhrig ausgebaut. Ein
wahrer Meilenstein nicht nur innerösterreichisch, sondern
international - die A 10 ist neben der Brenner und der Pyhrn Autobahn
eine der wichtigsten Nord-Süd-Routen im europäischen
Verkehrsgeschehen. Umso wichtiger sind die Investitionen in eine
sichere Infrastruktur.
Versprochen und umgesetzt
"Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet das nachhaltig wirksamste
Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren. Zwei
getrennte Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren führen einerseits zur
Entschärfung des unmittelbaren Gefahrenpotentials, welches von
Verkehrstunnel mit Gegenverkehr ausgeht und andererseits zu einer
wesentlichen Verbesserung der Sicherheit für Verkehrsteilnehmer,
unsere Erhaltungsmannschaften und nicht zuletzt der Einsatzkräfte"
betont ASFINANG Vorstand DI Alois Schedl. Daher wurde nach dem
tragischen Unfall im Tauerntunnel im Jahre 1999 von Seiten der
ASFINAG begonnen, bestehende Tunnelanlagen zu erweitern bzw.
technisch nachzurüsten. Schedl: "Wir haben Verbesserungen in Bezug
auf Tunnelsicherheit versprochen und diese auch umgesetzt. Rd. 3,7
Milliarden Euro wurden seit Beginn der Tunneloffensive im Jahr 2001
in die Tunnelsicherheit investiert. Bis 2014 investiert die ASFINAG
weitere rd. 1,1 Mrd. Euro in die Erhöhung der Tunnelsicherheit. Diese
Investitionen beinhalten Tunnelneubauten ebenso wie zweite
Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen inklusive
Generalerneuerungen sowie den Ausbau der Überwachungszentralen.
Auch für Salzburgs Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller ist der
Vollausbau des Tauerntunnels von großer Bedeutung: "Salzburg und der
Tauerntunnel werden in den internationalen Verkehrsmeldungen
sicherlich deutlich seltener auftauchen, kilometer- und stundenlange
Staus sollten der Vergangenheit angehören", sagt Burgstaller. Die
Landeshauptfrau zeigt sich "erleichtert und glücklich, dass 12 Jahre
nach dem katastrophalen Brand im Tauerntunnel eine Sicherheitslücke
geschlossen wird, immerhin galt der Tauerntunnel jahrzehntelang als
\x{2588}Nadelöhr\x{2588}. Der erfolgreiche und im Zeitplan erfolgte Abschluss des
Projekts hat in verkehrspolitischem, wirtschaftlichem und nicht
zuletzt touristischem Sinn enorme Bedeutung für das Bundesland
Salzburg und weit darüber hinaus."
Das Bundesland Kärnten erwartet sich durch den Vollausbau vor allem
wirtschaftliche Impulse. Landeshauptmann Gerhard Dörfler: "Der
Tauerntunnel ebenso wie der Katschbergtunnel sind für Kärnten
wichtige Straßenbauprojekte. Die zweiten Tunnelröhren optimieren eine
wichtige Verkehrsverbindung und schaffen mehr Sicherheit. Umfassende
Lärmschutzmaßnahmen - es handelt sich um das größte Lärmschutzprojekt
Österreichs - schonen Umwelt und Anrainer", so Dörfler. "Zudem sorgt
der Vollausbau für eine bessere Erreichbarkeit Kärntens und damit für
eine Aufwertung der Urlaubsdestination und des Wirtschaftsstandortes
Kärnten insgesamt. Durch die zweiten Tunnelröhren werden Megastaus
der Vergangenheit angehören, was zu einer enormen Umweltentlastung
beiträgt", ergänzt der Landeshauptmann.
Umfangreiche Umweltentlastungsmaßnahmen entlang der A 10
Parallel zum Vollausbau der Tunnel Katschberg und Tauern werden
zusätzliche Umweltentlastungsmaßnahmen in Form von Einhausungen,
Lärmschutzgalerien und -wänden errichtet. Diese
Umweltentlastungsmaßnahmen sind Teil der im Jahr 2004 von Bund,
Ländern und der ASFINAG unterzeichneten \x{2588}Gemeinsamen Erklärung zur
Erarbeitung und Realisierung von Umweltentlastungsmaßnahmen entlang
der A 10 zwischen Hüttau (Salzburg) und Lieserhofen (Kärnten)\x{2588}.
"Diese Erklärung umfasst ein Maßnahmenpaket im Umfang von rd. Euro
300 Mio. für Einhausungen, Lärmschutzwände und -wälle, welches bis
2020 realisiert werden soll", erklärt DI Alexander Walcher,
Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH. "Wir bekennen uns zu
unserer Verantwortung gegenüber den Anrainern nach geltenden
Standards und Regeln. So wurden viele Lärmschutzmaßnahmen entlang der
Tauern Autobahn in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt. Unter
anderem die Lärmschutzwände im Pongau, Lungau und Liesertal, sowie
die Einhausungen Eben, Flachau in Salzburg und Trebesing in Kärnten.
Insgesamt wurden bislang netto rd. Euro 77 Mio. in den Lärmschutz
entlang der Tauern Autobahn investiert", betont Walcher.
Gemeinsame Lösung für Lärmschutz Zederhaus Ort
Die nächste große zu realisierende Maßnahme ist die Einhausung
Zederhaus Ort - ein Projekt, dem viele Diskussionen vorangegangen
waren. "Wir haben die jahrelangen Verhandlungen mit den Anrainern
über diese Einhausung sehr intensiv geführt, tage- und nächtelang.
Das Ziel vor Augen, eine wirtschaftliche Lösung bei Einhaltung des
Lärmschutzziels mit den berechtigten Forderungen der Anrainer nach
Verbesserung und Wahrung der Lebensqualität in Einklang zu bringen,
hat schließlich doch zum Erfolg geführt", freut sich
ASFINAG-Geschäftsführer Walcher. Das zu errichtende Projekt sieht
eine Einhausung am Bestand auf einer Gesamtlänge von 1,5 km vor,
wobei die Autobahn im Ortszentrum von Zederhaus auf einer Länge von
rd. 875 Metern um ca. 15 Meter in Richtung Zederhausbach verlegt
wird. Der Großteil der Einhausung wird eingeschüttet, was der
Gemeinde Zederhaus zusätzlich zur Verbesserung des Lärmschutzes einen
erheblichen Gewinn an nutzbarer Fläche bringt. Geplanter
Realisierungszeitraum: 2013 - 2016
164 Kilometer im Blick - die neue Überwachungszentrale in St.
Michael/Lg.
Im Zuge der Tunneloffensive der ASFINAG wurde auch das
Zentralwartenkonzept überarbeitet und "auf neue Beine gestellt". Gab
es bislang 18 Überwachungszentralen für die insgesamt 145
Tunnelanlagen in ganz Österreich, so wurden diese nun zu neun großen
Zentralwarten zusammengeschaltet. Die Überwachungszentrale in
St.Michael/Lg wurde dazu neu gebaut und ist ein wahres
High-Tech-Center. Rund 164 Autobahnkilometer von Rennweg/Kärnten (A
10) bis zur oberösterreichischen Landesgrenze bei Mondsee (A 1)
werden nach Abschluss des Zentralwartenkonzeptes im Herbst dieses
Jahres von hier aus überwacht und gesteuert. Darunter Katschberg- und
Tauerntunnel, die Einhausungen Flachau und Eben, die Tunnelgruppe
Werfen, Ofenauer und Hiefler Tunnel sowie der Tunnel Liefering in
Salzburg. Hier laufen alle sicherheitsrelevanten Daten zusammen.
Knapp sieben Millionen Euro hat die ASFINAG hier in die Sicherheit
der Autofahrer investiert. Auf der rd. 25 m2 großen Videowall mit
insgesamt 18 Großbildschirmen sehen die Operatoren Aufnahmen des
Verkehrsgeschehens von Kärnten bis zu OÖ. Landesgrenze. Geliefert
werden diese Bilder von insgesamt 650 Kameras entlang der freien
Strecke und in den Tunneln. 120.000 Datenpunkte müssen von den
Rechnersystemen in der ÜZ St. Michael/Lg. bewältigt und verarbeitet
werden, dazu gehören etwa Ampelregelungen, Infos der
Glatteiswarnanlagen bis hin zu Absetzen von Notrufen.
Daten und Fakten
Tauerntunnel 2. Röhre
Baubeginn:Juli 2006
Kalottendurchschlag:Juli 2008
Inbetriebnahme: 30. April 2010
Vollbetrieb (beide Tunnelröhren): 30. Juni 2011
Katschbergtunnel 2. Röhre
Baubeginn:Mai 2005
Kalottendurchschlag:März 2006
Inbetriebnahme:4. April 2008
Vollbetrieb (beide Tunnelröhren): 30. April 2009
Gesamtkosten Vollausausbau Tauern- und Katschbergtunnel inkl.
Sanierung Bestandsröhren: netto rd. 309 Mio. Euro, davon
Tauerntunnel: rd. 197 Mio. Euro
Katschbergtunnel: rd. 112 Mio. Euro
Weitere Infos zum Autobahnen- und Schnellstraßennetz: www.asfinag.at
24 Stunden Service für Sie: 0800 400 12 400.
Rückfragehinweis:
ASFINAG SERVICE GESELLSCHAFT Mag. Anita Oberholzer Pressesprecherin für OÖ und Salzburg Tel.: Tel:+43 (0) 50108-15933, Mobil:+43 664-60108 15933 mailto:[email protected] Fax: +43 (0) 50108-15932
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