- 13.06.2011, 11:32:59
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Volksbegehren Bildungsinitiative: Sitzenbleiben ist keine Lösung, Reformen sind gefragt
Schilcher schließt sich Walsers Appell für Aufsteigen mit einem "nicht genügend" an - Forderung nach Förderunterricht
Wien (OTS) - "Wir vom Bildungsvolksbegehren begrüßen den Vorschlag
Harald Walsers, alle SchülerInnen mit einem "nicht genügend"
aufsteigen zu lassen", bekräftigte Bernd Schilcher, Mitinitiator des
"Volksbegehren Bildungsinitiative", in einer ersten Reaktion. Statt
"Sitzenbleiben" fordert Schilcher Reformen, wie vor allem einen
kontinuierlichen Förderunterricht.
40.000 Sitzenbleiber im Jahr sind kein Zeichen guter Schulen,
sondern die Folge eines schlechten Systems und einer falschen
Einstellung. SchülerInnen wegen einer Schwäche in einem einzigen Fach
ein volles Jahr auch alle anderen Fächer "strafweise" wiederholen zu
lassen, sei für Schülerinnen und Eltern demotivierend, teuer und
pädagogisch im höchsten Maße zweifelhaft. "Das gibt es in dieser
krassen Form nur noch bei uns. In anderen Ländern sind es maximal
einige hundert, die meist freiwillig ein Jahr wiederholen".
Schilcher appelliert an die LehrerInnen und DirektorInnen: "
Setzen sie ein Zeichen für eine moderne Pädagogik und gegen den
bildungspoltischen Stillstand der Regierung. Wenn sie die
"Aufstiegsklausel" großzügig anwenden, ersparen sie Schülerinnen und
Eltern viel Frust, Stress in den Ferien und nehmen Druck aus dem
System, das ohnedies schon LehrerInnen und SchülerInnen krank macht."
Derzeit würde die Aufstiegsklausel von jeder Schule anders
ausgelegt. Das schaffe nur Ungerechtigkeit. In Zukunft würde das
Sitzenbleiben durch modularen Unterricht, Kurs-Systeme und
Ganztagsschulen ohnehin drastisch reduziert. "Richten wir jetzt schon
den Daumen nach oben und geben wir den Kindern und Jugendlichen eine
Chance. Wir ersparen uns dadurch ein weiteres, sündteures Jahr und
helfen mit, ein leistungs-und lernfreudigeres Schulsystem zu
schaffen. Sitzenbleiben ist keine Lösung."
Rückfragehinweis:
Volksbegehren Bildungsinitiative (VBBI)
Mag.a Theresa Aigner, Pressereferentin
Tel.: 01/3100740-24
mailto:[email protected]
http://www.vbbi.at/
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