• 10.06.2011, 13:33:36
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Vorarlberg startet Diskussionsprozess über zukünftige Entwicklung

LH Sausgruber: Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung der hohen Lebensqualität im Land

Bregenz (OTS/VLK) - Wichtigen Zukunftsthemen wird in Vorarlberg
ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das belegen auch die Schwerpunkte
beim freiwilligen Engagement oder im Bereich der Bürgerbeteiligung.
Mit einem breit angelegten Diskussionsprozess sollen die Bemühungen
jetzt noch weiter intensiviert werden, kündigte Landeshauptmann
Herbert Sausgruber heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz im
Landhaus an. Es gehe darum, die hohe Lebensqualität im Land aktiv
weiterzuentwickeln und für die Zukunft zu sichern.

Wie kann die Entwicklung einer Gesellschaft möglichst
aussagekräftig abgebildet werden, um darauf fundierte Antworten für
künftige Herausforderungen zu formulieren? Als der weltweit
wichtigste Maßstab diente bisher das Bruttoinlandsprodukt (BIP), mit
dem die auf den Märkten gehandelten Güter und Dienstleistungen einer
Volkswirtschaft erfasst werden. Mehr und mehr setzt sich heute jedoch
die Erkenntnis durch, dass sich das BIP nur unzureichend dafür
eignet, um wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt
angemessen zu beschreiben. Es werden ergänzende Indikatoren gesucht,
die einen umfassenderen Einblick gewähren. Frankreich hat bereits
2008 die sogenannte Stiglitz-Kommission eingerichtet und auch in
Deutschland ist ein Gremium vom Deutschen Bundestag beauftragt
worden, entsprechende Vorschläge für einen neuen Zugang zu
erarbeiten. Andere Länder stellen ähnliche Überlegungen an.

Vorarlberg macht mit

"Wir wollen den Diskussionsprozess in anderen Ländern nicht nur
mitverfolgen, sondern uns aktiv und engagiert beteiligen", sagt
Landeshauptmann Sausgruber. Als ein Land, das neben seiner
wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit auch in Sachen Lebensqualität
keine Vergleiche zu scheuen braucht, sei die Sicherung und
Weiterentwicklung der hohen Standards ein zentrales Anliegen: "Schon
vor Jahren hat Vorarlberg damit begonnen, Lebensqualität,
freiwilliges Engagement und Nachhaltigkeit in der Entwicklung zu
thematisieren. Es wurden dazu Studien angefertigt und zahlreiche
Aktivitäten gesetzt. Diese 'Vorarbeiten' erweisen sich heute als
ausgezeichnete Grundlage, auf der wir aufbauen können". Im
Mittelpunkt stehen die Fragen, was in der Gesellschaft unter
Wohlbefinden, Lebensqualität und Fortschritt verstanden wird und wie
diese Größen bei Entscheidungen künftig noch besser berücksichtigt
werden können. Es gelte nun, unter breiter öffentlicher Beteiligung
Lösungsansätze zu finden, so Sausgruber.

Dreiteiliger Prozess

Vom Büro für Zukunftsfragen des Landes ist ein dreiteiliger
Prozess ausgearbeitet worden. In einem ersten Schritt sollen sich
unterschiedliche Akteure und Gruppen über die wesentlichen
Fortschrittsziele verständigen und gemeinsam getragene Zukunftsbilder
entwickeln. Darauf aufbauend sind ganz konkrete Maßnahmen und
Umsetzungsschritte zu setzen, die geeignet sind, Wohlbefinden und
Lebensqualität nachhaltig zu sichern. Wo es Sinn macht, werden die
Akteure vom Land begleitet und unterstützt sowie ergänzende Maßnahmen
gesetzt. Am Ende steht die Suche nach neuen Wohlstands- und
Fortschrittsindikatoren. Dazu gehört auch die Evaluation von
Prozessen, Programmen und Projekten, indem untersucht wird, ob die
gesetzten Maßnahmen tatsächlich geholfen haben, die formulierten
Ziele zu erreichen. "Mit dem Prozess wird ein Raum geöffnet, in dem
unsere Gesellschaft die wichtigen Zukunftsfragen qualitätsvoll und
aus verschiedensten Blickwinkeln aufarbeiten kann", betont Manfred
Hellrigl, der Leiter des Büros für Zukunftsfragen.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20145, Fax: 05574/511-920196
   mailto:presse@vorarlberg.at
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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