• 10.06.2011, 13:23:16
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Erfolg in Einkauf und Beschaffung ist kein Zufall

Wien (OTS) - Wie erfolgreich sind Österreichs Unternehmen in der
Beschaffung wirklich? Wie steht es um die Leistungsfähigkeit der
österreichischen Einkaufsabteilungen? Antworten auf diese Fragen
liefert die Benchmark-Studie "Best Performer Einkauf", die die
Fraunhofer Austria und das Forum Einkauf im Österreichischen
Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrum (ÖPWZ) gemeinsam
durchgeführt haben. Sie wird am 17. Juni im Rahmen des
Österreichischen Einkäufertags erstmals präsentiert.

Über 100 österreichische Unternehmen haben an der Benchmark
Einkaufs-Studie teilgenommen, die die Fraunhofer Austria Research
GmbH, auf Initiative und in Kooperation mit dem Forum Einkauf im ÖPWZ
durchgeführt hat. Das bemerkenswerte Ergebnis: die einzelnen
Unternehmen könnten sich im Durchschnitt jährlich 3 Mio. Euro (4,5 %
der Materialkosten) durch ein strategisches und methodisches
Einkaufsmanagement ersparen. Um ein ähnliches Ergebnis über höhere
Verkäufe zu erzielen wäre eine Umsatzsteigerung von 30 % notwendig.
Dies unterstreicht die Bedeutung eines erfolgreichen Einkaufs.

Unterschiede in eingesetzten Methoden

Die Studie untersucht Materialkostenveränderungen,
Methodeneinsatz, Beschaffungsstruktur, Automatisierung und
EDV-Integration oder Lieferantenmanagement. Das klare Ergebnis:
Erfolg in Einkauf und Beschaffung ist kein Zufall. Die Besten der
befragten Unternehmen unterscheiden sich klar im Methodeneinsatz und
in der Vorgehensweise von den restlichen Unternehmen.

So haben High-Performer ein deutlich breiteres Verständnis für ein
durchgängiges Einkaufs-Controlling und die Nutzung von Kennzahlen.
Beispielsweise kennen nur 25 % der Low-Performer die Kosten eines
Bestellungsvorgangs. Bei High-Performern sind es 90 %. In Ermangelung
geeigneter Kennzahlen erfolgt bei der Mehrheit der Low-Performer eine
Einkaufsentscheidung auf Basis der reinen Teilepreise ohne
Berücksichtigung der Gesamtkosten.

Des Weiteren zeigt die Studie, dass erfolgreiche Unternehmen in
erhöhtem Maße ihre Einkaufsprozesse automatisieren, diese
EDV-unterstützt abwickeln und zudem in einem deutlich höheren Maße
Rahmenverträge nutzen als der Durchschnitt der Teilnehmer.

Ein klares Ergebnis kristallisiert sich auch hinsichtlich des
Einsatzes von Lieferantenmanagement heraus: 80 % der Unternehmen, die
Lieferantenmanagement einsetzen, schaffen eine systematische und
jährliche Senkung der Einkaufskosten. Bei Unternehmen ohne
Lieferantenmanagement schaffen das lediglich 40 %.
Lieferantenmanagement ist damit für die effektive und effiziente
Abwicklung der Einkaufsaktivitäten unabdingbar. Die Integration von
Lieferanten in den Einkaufsprozess trägt zu einer positiven
Materialkostenentwicklung bei.

Ergebnisse am Österreichischen Einkäufertag, Salzburg 16. - 17. Juni
2011

Die Studienergebnisse werden am Österreichischen Einkäufertag am
17. Juni in Salzburg erstmalig präsentiert. Bibiane Sibera,
Generalsekretär des Forums Einkauf im ÖPWZ, erwartet spannende
Diskussionen mit den Brancheninsidern: "Die Studienergebnisse zeigen
klar, welchen Beitrag der Einkauf zum Unternehmenserfolg leisten
kann. Leider fehlt in vielen Unternehmen noch das Bewusstsein für die
Rolle und Anforderungen an eine moderne Beschaffung."

"Der moderne Einkäufer muss nicht mehr nur gut verhandeln können -
Methodik und das gemeinsame Realisieren von Potentialen mit den
Lieferanten bilden das erforderliche Gesamtpaket", ergänzt Felix
Meizer von Fraunhofer Austria und Leiter der Studie.

Weitere Infos finden Sie unter
http://bestperformereinkauf.fraunhofer.at

Rückfragehinweis:

Fraunhofer Austria Research GmbH 
   Produktions- und Logistikmanagement
   Dipl.- Ing. Daniel Palm
   Telefon: +43 1 504 6906
   [email protected]
   www.fraunhofer.at

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