Blutspenden einmal anders - Nabelschnurblut rettet Leben

Graz (OTS) - Der 14. Juni ist Weltblutspendetag und macht auf die Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam. Blut ist ein wichtiges Medikament und kann im Notfall Leben retten. Ein ganz besonderes Blut ist jenes aus der Nabelschnur. Es enthält Stammzellen, die im medizinischen Alltag zur Behandlung Schwerkranker eingesetzt werden.

Über 90 % des wertvollen Nabelschnurblutes landen im Müll

Zehntausende Menschen, darunter viele Kinder, benötigen Jahr für Jahr dringend Stammzellen. Stammzellen bieten in den meisten Fällen die einzige Chance zur Behandlung von schweren Krankheiten wie Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs. Doch bis zu zwei Drittel aller Kranken, die eine Fremdspender-Transplantation brauchen und keinen Spender in der eigenen Familie haben, können nicht rechtzeitig lebensrettende Stammzellen finden. Deshalb ist eine Nabelschnurblut-Spende von besonderer Wichtigkeit. Univ. Doz. Dr. Karl-Heinz Preisegger, medizinischer Leiter bei Vivocell Biosolutions: " Leider ist die Aufklärung über die Möglichkeit einer Spende noch sehr mangelhaft - über 90 % des Nabelschnurbluts mit den lebensrettenden Stammzellen werden daher in den Krankenhausmüll entsorgt und stehen somit nicht zur Therapie von schwerkranken Menschen zur Verfügung. Mit unserer Initiative 'Wir retten Leben` möchten wir die dringend notwendige Informationsarbeit leisten. Der Weltblutspendetag ist ein idealer Anlass um Aufmerksamkeit zu generieren."

Nabelschnurblut zu spenden ist einfach und wichtig

Nabelschnurblut zu spenden ist einfacher als Blut zu spenden, denn das Nabelschnurblut wird erst nach der Geburt des Kindes und der Abnabelung entnommen. Der Spendevorgang berührt in keiner Weise Mutter und Kind, ist vollkommen schmerzlos und mit keinerlei Risiken verbunden. Einzige Voraussetzung: Die Eltern müssen vor der Entbindung einen Fragebogen ausfüllen und eine Einverständniserklärungen unterschreiben.

Das entnommene Nabelschnurblut wird in einem Speziallabor mit höchstem medizinischem Standard aufbereitet und bei tiefen Temperaturen gelagert. So lassen sich die wertvollen Stammzellen jahrzehntelang aufbewahren, bis sie einem Patienten sofort zur Verfügung gestellt werden können. Voraussetzung ist eine passende Gewebeübereinstimmung. In erster Linie werden die Stammzellen bei schweren Krankheiten wie Krebs oder Leukämie, bestimmten Immundefekten und Stoffwechselerkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Erfolge von Transplantationen mit Nabelschnurblut immer häufiger Weltweit wurden bereits über 26.000 Nabelschnurbluteinheiten bei Transplantationen eingesetzt. Frankreich und Spanien sind dabei Vorzeigeländer in Europa. Hier werden bereits etwa ein Drittel der zu transplantierenden Patienten mit Nabelschnurblutstammzellen transplantiert. Österreich hinkt bei der Anwendung von Nabelschnurblut im internationalen Vergleich leider noch hinterher obwohl Stammzellentransplantationen hinter Nierentransplantationen auch hierzulande die am häufigsten benötigten Transplantationen darstellen.

Prof. Preisegger verweist auf eine aktuelle Transplantation Ende Mai in Linz: "Ein 64-jähriger an Leukämie erkrankter Patient konnte mit Nabelschnurblutstammzellen aus einer lokalen Nabelschnurblutbank gerettet werden. Ob der Patient des Elisabethinen Spitals Linz wieder vollständig gesund werden wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bei einer Stammzelltransplantation ist es besonders wichtig, dass die Gewebemerkmale von Spender und Patient weitgehend übereinstimmen. Je mehr Spenden zur Verfügung stehen desto höher wird daher die Chance ein geeignetes Transplantat zu finden. Deshalb gibt es bei Vivocell die Möglichkeit Nabelschnurblut kostenlos zu spenden."

Die Vivocell Biosolutions AG betreibt Nabelschnurblutbanken in Graz und Langenfeld bei Düsseldorf. Vivocell bietet seit 2001 (vorm. Lifecord und Eccocell) die Möglichkeit der privaten Einlagerung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut und seit kurzem in ganz Österreich und in einigen Kliniken in Deutschland die für Eltern kostenfreie Nabelschnurblutspende.

Vivocell finanziert die Abnahme, den Transport, die Aufbereitung, Charakterisierung und Lagerung. Die für eine Transplantation relevanten Daten werden anonymisiert an das internationale Stammzell-Spenderegister weitergeleitet und können von dort weltweit abgefragt werden. Das gespendete und eingelagerte Nabelschnurblut steht Menschen, die eine Stammzelltransplantation brauchen, zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Nabelschnurblutspende auf www.wir-retten-leben.org und unter der kostenfreien Infoline 0800 80 80 230

Rückfragen & Kontakt:

Univ. Doz. Dr. Karl-Heinz Preisegger
Tel.: 0316 722 866 11
Mobil: 0664 30 13 448
karl-heinz.preisegger@vivocell.org

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