• 09.06.2011, 10:44:02
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FMK: "10 Forderungen" der Ärztekammer Wien schüren Ängste in der Bevölkerung

Forderungen sind entweder rein polemisch oder werden bereits erfüllt

Wien (OTS) - "Die Aussagen der Ärztekammer Wien zur unlängst
durchgeführten Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
von Mobilfunk in Gruppe 2B tragen nicht zur sachlichen Information
bei", erklärte heute Mag. Maximilian Maier, Geschäftsführer des Forum
Mobilkommunikation. "Ganz im Gegenteil, sie tragen zur Verunsicherung
bei!"

"2B bedeutet, dass aufgrund ungenügender bzw. begrenzter Hinweise
Kanzerogenität möglich ist - also nicht ausgeschlossen werden kann.
Die Ärztekammer Wien stellt auf dieser Basis Forderungen in den Raum,
die entweder rein polemisch sind oder bereits erfüllt werden!"

Unseriöser Vergleich statt fundierte Information

Besonders eklatant sei der immer wiederkehrende Vergleich der
Ärztekammer Wien von Mobilfunkstrahlung mit Asbest und Tabak. Maier
dazu: "Tabak und Asbest sind in der Gruppe 1 klassifiziert, also klar
kanzerogen. Mobilfunk befindet sich aber weder in der Gruppe 1, noch
in 2A (= "wahrscheinlich kanzerogen") sondern in 2B. Die Ärztekammer
Wien versucht einen unzulässigen Zusammenhang durch Vermischung der
Gruppen herzustellen und verunsichert damit die Bevölkerung!"

FMK fordert von der Wiener Ärztekammer verantwortungsvollen Umgang
mit Informationen

"Wir sind der Auffassung, dass die Öffentlichkeit korrekt und
nicht tendenziös informiert werden soll, dabei ist es von hoher
Bedeutung, dass die meist in Englisch verfassten Texte der WHO und
anderer Organisationen korrekt und nicht nach Auslegung übersetzt
werden", so Maier. "Wir fordern deshalb von der Ärztekammer Wien
einen verantwortungsvolleren Umgang mit einem derart wichtigen
Thema!"

Service: Direkte Stellungnahmen

Selbstverständlich bezieht das FMK (**) auch zu den 10 Forderungen
direkt Stellung:

1. Werbeverbot mit Zielgruppe Kinder
**In der Werbung werden Jugendliche, jedoch nicht Kinder unter 10
Jahren angesprochen. Die Mobilfunkbetreiber nehmen ihre Verantwortung
gegenüber den jüngsten Nutzern im Rahmen der Informationskampagne
Handy-Kinder-Kodex (www.handykinderkodex.at) wahr. 66% aller Eltern
(Gallup-Umfrage, Stand Mai 2011) befürworten den Handybesitz von
Kindern. Als Begründung wurde Sicherheit und Erreichbarkeit
angegeben.

2. Kennzeichnung des SAR-Wertes und Hinweis auf die "10 medizinischen
Handy-Regeln" im Verkauf.
**Der SAR-Wert ist in den Bedienungsanleitungen zu finden, eine
aktuelle Liste bietet das FMK schon seit Langem unter
http://www.fmk.at/SAR an.

3. Schulung von Lehrern über das Gesundheitsrisiko Mobilfunk
**Das FMK stellt seit einigen Wochen Österreichs Schulen
Unterrichtsmaterial zum Thema Mobilfunk unter
www.lehrer.at/allzeitbereit zur Verfügung.

4. Attraktivität von Festnetz erhöhen:
a. Flaterate beim Festnetz,
b. Keine Flateratetarife mehr bei Mobilfunk.
**Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis. Mit der
aktuellen Tarifstruktur konnten in den letzten fünf Jahren die Kosten
für Telekommunikation pro Haushalt im Schnitt um ein Drittel gesenkt
werden. Der gesamte Warenkorb entwickelte sich hingegen um rund plus
15 % (Quelle: Statistik Austria)

5. Festnetztelefonieren muss billiger sein als am Handy zu
telefonieren (Festnetz zu Handy-Tarifen gestalten).
**Siehe Reaktion auf Forderung 4)

6. Warnungen vor mobilem Internet - insbesondere aufgrund der hohen
Dauerbelastung von Körperteilen, bei denen die Wirkungen noch nicht
untersucht wurden.
**Wir gehen davon aus, dass die Klassifizierung 2B der WHO für
sämtliche Körpertele gilt.

7. Implementierung von Unbedenklichkeitsprüfungen noch vor Einführung
neuer Technologien, da schädliche Auswirkungen von Stoffen wie
Asbest, Nikotin oder PCB erst Jahrzehnte nach ihrer Einführung zutage
getreten sind; daher Risikovorsorge in der Politik bis zur weiteren
Klärung durch die Forschung.
**Das FMK weist darauf hin, dass "Mobilfunk" schon seit den späten
1970er Jahren mit der Einführung des B-Netzes besteht.
Funktechnologien werden schon seit über 100 Jahren angewandt.

8. Einführung des so genannten "ALARA-Prinzips" (as low as reasonably
achievable) bei Mobiltelefonen, DECT(digital enhanced cordless
telecommunications) und WLAN.
**Das Prinzip wird schon seit Einführung der ersten GSM-Netze in den
1990ern angewandt: Mit der automatischen Sendeleistungssteuerung
sendet sowohl Station als auch Handy mit der geringsten notwendigen
Leistung, die beim Handy zwischen 0,02 und 2 Watt liegt. Selbst die
"höchste" Leistung reicht nur knapp um ein Glühlämpchen einer
Taschenlampe zum Leuchten zu bringen.

9. Schaffung einer Reserve für spätere Schadenersatzforderungen.
**Siehe Reaktion auf Forderung 7)

10. Förderung einer von der Industrie unbeeinflussten Forschung:
a. 10 Prozent des Marketingbugets für Forschung und Aufklärung,
b. Verteilung durch eine unabhängige Stelle.
**Das FMK vermisst einen Vorschlag, wer diese Stelle sein soll.

Rückfragehinweis:

Gregor Wagner
   Pressesprecher
   Forum Mobilkommunikation - FMK
   Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien
   Mobil: +43 664 619 25 12
   Fix: +43 1 588 39 15, 
   Fax: +43 1 586 69 71
   Email: [email protected]
   Website: www.fmk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMK

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