Die Volkspartei und der Klassenkampf ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 9. Juni 2011

Klagenfurt (OTS) - Von der plump vereinfachenden
Ausländerhysterie, wie sie ein HC Strache pflegt, hat sie sich unter Parteichef Michael Spindelegger leise entfernt. Um was zu tun? - Um an ihre Stelle den um keinen Deut weniger Niveau vermissenden Klassenkampf zu setzen ... Da packen also Spindelegger & Gefährten doch glatt die "soziale Hängematte" aus. Und schlagen mit verbalem Tiefgeschütz gegen Mindestsicherungsbezieher, dass es keine wahre Freude ist. Dort, wo HC alle Asylwerber dieser Welt als kriminelles Gesindel drischt, ist die ÖVP nun versucht, die Mindestsicherungsbezieher als arbeitsfaule Nicht-Leistungsträger brandzumarken. Ein durchschaubares Unterfangen. Es geht in Tagen wie diesen - da die Krise sehr wohl ihr Spuren hinterlässt - bei der Bevölkerung rein wie Butter. Was also ist in die christlich-soziale Volkspartei gefahren, dass sie Töne wie "Arbeitslosengeld kürzen", "Notständler zu gemeinnütziger Tätigkeit beordern", pfeift? Die ÖVP sollte wissen: Es ist nicht Zeit für einen Klassenkampf. Es ist Zeit für Reformen - dort, wo es die Gerechtigkeit und die Klugheit erfordern.

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