• 08.06.2011, 16:05:31
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Neues Latein für Unis"

Der Altphilologe Töchterle ist in seinem neuem Job noch nicht angekommen.

Wien (OTS) - Der Mann hat nicht nur Wut im Bauch, er zeigt auch
Mut. Christoph Badelt wettert schon seit Jahren gegen die
unhaltbaren Zustände an der Wirtschafts-Uni (WU) Wien. Er provozierte
bewusst mit Sätzen wie diesen: "Wir müssen 80 Prozent der Anfänger
rausprüfen". Selbst nach diesem Geständnis vorsätzlichen Unrechts
zuckte die Politik nicht einmal mit der Wimper. Auf einen Professor
kommen so nach wie vor 371 Studenten - das ist österreichweiter
Negativrekord.
Jetzt zitiert der WU-Rektor die Regierung wegen mehrfachen Bruchs
gültiger Verträge vor Gericht. Er hat juristisch gute Chancen -
falls die Politik sich diese Peinlichkeit nicht doch noch ersparen
will und die Notbremse zieht.
Dafür gibt es nicht das geringste Anzeichen. Denn die Reaktion
von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ist mehr als jenseitig.
Der Innsbrucker Uni-Chef a. D. spendet dem Ex-Kollegen im
Rektors-Ornat zwar öffentlich Applaus. Der Rest bleibt aber
Schweigen. Mehr Geld oder ein klares Signal des No-go an die
Tausenden Studenten, die bald wieder vor die Tür gesetzt werden
müssen? Kein Kommentar. Kein Wunder, dass die Wutbürger täglich neuen
Zulauf erhalten: "Intellektuellen Staatsbankrott" bescheinigt der
TU-Wien-Chef der Regierung (siehe rechts).
Sie haben leider täglich mehr denn je recht.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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