• 08.06.2011, 15:17:47
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Karlheinz Töchterle: Wissenschaftliche Integrität ist Rückgrat jedes erfolgreichen Wissenschafts- und Forschungsstandortes

Treffen mit Anti-Plagiatsarbeitsgruppe - Bewusstsein stärken, solide Datenbasis schaffen

Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle hat heute die von seiner Vorgängerin Beatrix Karl
eingerichtete Anti-Plagiatsarbeitsgruppe mit Vertretern der
Hochschulen, von Senats- und Professorenvertreter sowie der
Österreichischen Agentur für die Wissenschaftliche Integrität (ÖAWI)
zu einem Gespräch getroffen. "Wissenschaftliches Arbeiten muss
unabdingbar durch Redlichkeit und Qualität geleitet werden. Das
korrekte wissenschaftliche Arbeiten sowie die Überprüfung dessen
fällt in die Autonomie der Hochschulen und wird von diesen auch sehr
ernst genommen", so der Minister.

"Sowohl Studierende, Lehrende als auch Hochschulen als Ganzes haben
großes Interesse, dass wissenschaftliche Arbeiten korrekt verfasst
und Titel damit zurecht verliehen werden. Dementsprechend haben die
Hochschulen auch Möglichkeiten an der Hand", betont Töchterle.
Weiters gibt es mit der Österreichischen Agentur für die
Wissenschaftliche Integrität bereits eine unabhängige Stelle, die
Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens nachgeht.

Die Expert/innen der Arbeitsgruppe haben sich darauf verständigt,
eine solide Datenbasis zu schaffen, um eine genaue Evaluierung zu
ermöglichen. Künftig sollen staatliche Universitäten und
Fachhochschulen der Österreichischen Agentur für die
Wissenschaftliche Integrität eine Statistik über Verdachtsfälle,
Prüfungen, Ergebnisse und Konsequenzen melden. In zwei Jahren soll
aufgrund dieser Datenbasis eine genaue Evaluierung erfolgen.

Weiters spricht die Arbeitsgruppe Empfehlungen an die Unis in ihrem
Autonomiebereich aus:
- verstärkte Bewusstseinsbildung (bei Studierenden durch
Einführungslehrveranstaltungen zum Wissenschaftlichen Arbeiten und
wissenschaftlicher Integrität; bei Universitätspersonal durch
Erarbeitung interner Definitionen und Richtlinien)
- verstärkte Exzellenzausrichtung der Doktoratsprogramme
- flächendeckende Anschaffung der Plagiatssoftware sowie
Verbreiterung der Anwendung
- aus organisatorischer Sicht sei als Beispiel auf die Uni Wien
verwiesen, die eine eigene, universitätsinterne Stelle zur
Plagiatsbekämpfung und zur Sicherung der wissenschaftlichen
Integrität eingerichtet hat

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 
   Minoritenplatz 5, 1014 Wien 
   Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger
   Tel.: +43 1 531 20-9014
   mailto:[email protected]
   www.bmwf.gv.at

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