LHStv. Scheuch: EU-Beitritt Kroatiens an Krsko-Abschaltung binden

Förderung von Atomkraft-Alternativen - Kärnten würde Know-how für Nutzung zur Verfügung stellen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kritisch sieht Kärntens Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch den Plan der EU-Kommission, den EU-Beitritt Kroatiens bedingungslos zu befürworten. "Kroatien ist 50-Prozent-Eigentümer des AKW Krsko. Daher muss der Beitritt Kroatiens zur EU unbedingt an die Abschaltung Krskos geknüpft werden", fordert Scheuch.

"Dieser Schrottreaktor gehört schleunigst vom Netz. Ich erinnere an dementsprechende Versprechen schon bei Sloweniens Beitritt. Passiert ist seither leider nichts - außer vielen Zwischenfällen im AKW", so Scheuch. Der Beitrittswunsch Kroatiens wäre doch eine gute Gelegenheit, dem Schrottreaktor ein Ende zu setzen. Schließlich gäbe es - von Wind über Sonne bis zu Wasser - genug alternative Energiequellen, bei deren Nutzung Kärnten gerne sein Know-how zur Verfügung stellen würde, erklärt Scheuch.

Dass Kroatien ansonsten durchaus ein aussichtsreicher Beitrittskandidat sei, stehe gar nicht zur Diskussion, so Scheuch weiter. Man vergebe aber eine große Chance, im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung und nach dem Vorbild Deutschlands die Abschaltung eines veralteten, störungsanfälligen und riskanten Atomkraftwerkes zu erreichen. "Wenn das Verantwortungsgefühl in Slowenien und Kroatien für ein Ende von Krsko nicht reicht, sollte doch zumindest die EU mutig genug für ein Machtwort sein. Oder hat man den Horror in Japan schon wieder vergessen", sagt Scheuch.

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