• 08.06.2011, 11:21:53
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Blutversorgung auch in Zukunft sichern

Insbesondere die demografische Entwicklung birgt Herausforderungen bei der Blutaufbringung

Wien (OTS/ÖRK) - "Das Durchschnittsalter unserer Blutspender liegt
bei 45 Jahren", sagt Werner Kerschbaum, stellvertretender
Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Sieht man sich
die demografische Entwicklung an, gibt es in Hinkunft immer weniger
junge Menschen, die als Spender infrage kommen und immer mehr ältere
Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spenden
können."
Andererseits können immer mehr operative Eingriffe auch noch in
hohem Alter vorgenommen werden. "Das ist natürlich eine sehr
erfreuliche Entwicklung für alle Patienten", so Kerschbaum, "stellt
uns allerdings vor die Herausforderung, auch in Zukunft genügend
Menschen für das Blutspenden zu motivieren." Strategien gibt es
diesbezüglich bereits. Durch Kampagnen wie "youngblood" und "Spender
werben Spender" werden insbesondere junge Menschen angesprochen und
für die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit des Blutspendens
sensibilisiert.

Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mayr, Leiter der Universitätsklinik für
Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin am Wiener AKH und
medizinischer Berater des Roten Kreuzes, sieht ebenfalls die
demografische Entwicklung als größte Herausforderung bei der
Blutaufbringung an. "Am wichtigsten ist, dass auch in Zukunft die
Sicherheit von Blutprodukten gewährleistet bleibt", sagt Mayr. "Das
betrifft einerseits die Testung des Blutes und andererseits auch die
Auswahl der Spender. Der ideale Spender ist derjenige, der freiwillig
und unbezahlt Blut spendet. Zahlreiche Studien, unter anderem von der
EU und der WHO in Auftrag gegeben, weisen Blutprodukte von
freiwilligen Spendern als die sichersten aus."

Das Österreichische Rote Kreuz trägt seit mehr als 50 Jahren ganz
entscheidend zu einer flächendeckenden Versorgung mit sicheren
Blutprodukten bei. "Die Versorgung zu gewährleisten, rund um die Uhr
und an 365 Tagen im Jahr. Das entspricht unserem Auftrag als
gemeinnützige Organisation, die sich mit vielen tausenden
Freiwilligen im österreichischen Gesundheitswesen engagiert, um die
Lebensqualität von Menschen zu verbessern", so Werner Kerschbaum.

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter, Österreichisches Rotes Kreuz
Tel.: +43 1 589 00-153, Mobil: +43 664 823 48 54 mailto:[email protected], http://www.roteskreuz.at

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