• 07.06.2011, 12:32:37
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"Grabesritter" rufen zur Hilfe für Christen im Heiligen Land auf

Statthalter Lengheimer: Christen können im Konflikt zwischen Israel und Palästinensern ohne Hilfe von außen nicht überleben

Wien, 07.06.11 (KAP) Die "Grabesritter" rufen zur verstärkten Hilfe
für die Christen im Heiligen Land auf. Diese würden im Konflikt
zwischen Palästinensern und Israelis unter die Räder kommen und
bräuchten dringend mehr Unterstützung, um vor Ort überleben und
bleiben zu können. Das betonte Karl Lengheimer, Statthalter des
"Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem", am Dienstag bei einer
Pressekonferenz in Wien. Lengheimer wies auf die vielfältige Hilfe
hin, die der Ritterorden im Heiligen Land leiste. In erster Linie
werde in die Ausbildung der Jugend investiert, zugleich aber auch in
die medizinische und soziale Versorgung. Politisch sei man im
Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser zur strikten
Neutralität verpflichtet, betonte der Statthalter.

Weltweit zählen die "Grabesritter" rund 28.000 Ordensangehörige, die
in 58 Statthaltereien aufgeteilt sind. Der österreichischen
Statthalterei gehören rund 430 Mitglieder an. Zu den prominenten
Mitglieder zählen Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger
und Kardinal Christoph Schönborn. Die österreichische Statthalterei
des Ritterordens wurde 1951 gegründet. Jede Statthalterei wird von
einem Laien (Statthalter) geleitet, dem ein Geistlicher (Großprior)
zur Seite steht. Derzeitiger Großprior ist der Salzburger Erzbischof
Alois Kothgasser.

Die österreichischen Grabesritter unterstützten jährlich mit rund
250.000 Euro Hilfsprojekte. Das Geld wird durch Spenden der
Mitglieder aufgebracht. Weiters werden in Betlehem Kunstarbeiten aus
Olivenholz sowie in Taybeh Olivenöl angekauft und auf
Weihnachtsmärkten weiterverkauft. Ein Teil der Spenden geht an die
Ordenszentrale in Rom, die dann Projekte abwickelt; rund 110.000
Euro investieren die österreichischen Grabesritter direkt vor Ort in
Hilfsprojekte, etwa in ein Frauenhaus, ein Rehabilitationszentrum,
Krankenhäuser oder Schulen.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gpu/hkl/

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