Kosovo: Brigadier Luif wird stellvertretender Kommandant von KFOR

Burgenländischer Militärkommandant zum stellvertretenden Kommandanten von KFOR im Kosovo bestellt

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat der NATO Brigadier Johann Luif, derzeit burgenländischer Militärkommandant, als stellvertretenden Kommandanten der UNO-mandatierten und von der NATO geführten Friedensmission im Kosovo vorgeschlagen. Zuvor wurde Österreich von der NATO diese hohe Position angeboten. Das ist die höchste Funktion, die ein Österreicher seit Bestehen der KFOR-Mission 1999 zugesprochen wurde.

"Nach zwei Jahren des Kommandos der EUFOR-Mission in Bosnien wurde Österreich eine weiter hohe Kommandanten-Funktion am westlichen Balkan zugesprochen. Das ist eine große Auszeichnung und ein neuerlicher Beweis des Vertrauens der internationalen Staatengemeinschaft in die Führungskompetenz des Österreichischen Bundesheeres", sagt Verteidigungsminister Darabos. Es sei das erste mal, dass einem Nicht-NATO-Staat diese Funktion bei KFOR zugewiesen wird, so der Minister. "Eine Referenz für die bisher erbrachten Leistungen Österreichs", sagt Darabos.

Brigadier Luif wird sich in den kommenden Wochen auf diese hohe Funktion vorbereiten und seinen Dienst voraussichtlich Anfang September für die Dauer eines Jahres antreten. Luif war bereits im Jahr 2000 als Kommandant des österreichischen Kontingents im Kosovo eingesetzt.

Nach seiner Truppenverwendung beim Pionierbataillon 2 in Villach wechselte Luif 1998 in das Ministerium als Hauptreferatsleiter der Rüstungsplanung.Nach erfolgreicher Absolvierung des Schweizer Generalstabskurses übernahm er mit 28. Feber 2003 die Führung des Militärkommandos Burgenland in dem er bereits von 1993 bis 1997 als stellvertretender Chef des Stabes seinen Dienst versah. Brigadier Luif ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Der Einsatz von Friedenssoldaten im Kosovo erfolgt unter Leitung der NATO, die den Kosovo in Verantwortungsbereiche teilt. Jeder dieser Bereiche ist einer "Lead Nation" zugeordnet. Die rund 450 österreichischen Soldaten sind über den gesamten Kosovo verstreut eingesetzt. Der Großteil der Österreicher ist aber im Camp Casablanca bei Suva Reka stationiert. Insgesamt versehen ca. 5000 Soldaten im Kosovo ihren Dienst für den Frieden.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001