• 01.06.2011, 13:18:31
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Berlakovich stärkt mit klima:aktiv mobil die österreichische Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze

200 Betriebe und Gemeinden diskutieren bei der klima:aktiv mobil Netzwerk-Konferenz die Zukunft der Mobilität in Österreich

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1427
klima:aktiv mobil Netzwerk-Konferenz: Im Bild v.l.n.r.: Dr. Johannes Kopf (Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich), Univ.-Prof. Dr. Heiner Monheim (Universität Trier), Max Schachinger jr. (Spartengeschäftsführer, Schachinger Logistik), Dr. Sophie Karmasin (Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung),  Niki Berlakovich (Umweltminister), Mag. Anna Maria Hochhauser (Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich), Bgm. Helmut Mödlhammer  (Präsident des Österreichischen Gemeindebundes)

Wien (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich hat heute zur
klima:aktiv mobil Netzwerk-Konferenz in der Österreichischen
Nationalbibliothek in Wien eingeladen. Dabei geht es darum, welchen
Beitrag Unternehmen, Städte, Gemeinden und Regionen zum Umwelt- und
Klimaschutz leisten können. Unter dem Motto "Punkt für Punkt zum
Klimaziel" diskutierte Umweltminister Berlakovich mit Expertinnen und
Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft der
Mobilität, die Stärkung der Wirtschaft sowie Klima- und Umweltschutz.
Zentrale Themen der Konferenz sind erfolgreiche Mobilitätsprojekte,
neue Ausbildungsprogramme, green jobs und Unterstützungs- und
Fördermöglichkeiten. Mehr als 200 VertreterInnen von Betrieben,
Städten, Gemeinden, Regionen und Vereinen nutzten die Möglichkeit,
ihre umgesetzten und geplanten Mobilitätsprojekte zu präsentieren,
sich auszutauschen und sich über die vielfältigen Maßnahmen und
Förderungen des Lebensministeriums zu informieren. "Zum Umwelt- und
Klimaschutz kann jeder beitragen. Mit alternativen Antrieben und
klimafreundlicher Mobilität setzen wir einen wichtigen Akzent zur
Erreichung der Klimaziele, schaffen und sichern green jobs und machen
einen Schritt weiter in Richtung Energieautarkie. Mit dem Masterplan
green jobs sollen bis 2020 100.000 neue Arbeitsplätze in Österreich
entstehen, 15.000 davon in der Mobilität. Mit unserem klima:aktiv
mobil Programm unterstützen wir einerseits Betriebe und Gemeinden bei
der Umsetzung ihrer ehrgeizigen Verkehrsprojekte und andererseits
entstehen dadurch wiederum neue Jobs und Ausbildungen im
Umweltbereich", betonte Umweltminister Niki Berlakovich bei der
Eröffnung der Konferenz.

Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität

Klima- und Umweltschutz sind kein Widerspruch, darüber waren sich
Umweltminister Niki Berlakovich, WKO-Generalsekretärin Anna Maria
Hochhauser, AMS-Vorstand Johannes Kopf, Meinungsforscherin Sophie
Karmasin, Gemeindebundpräsident Helmut Mödelhammer und
Fuhrparklogistikexperte Max Schachinger beim
Entscheidungsträgerdialog einig. "Der Umweltbereich ist ein
bedeutender Wirtschaftszweig, der wie kein anderer Sektor erhebliche
Wachstumspotentiale aufweist. Energieeffizienz, erneuerbare Energien,
Umwelttechnologien, alternative Antriebe, Elektromobilität,
Mobilitätsmanagement, innovative intermodale Verkehrsangebote,
nachhaltiger Qualitätstourismus, biologische Landwirtschaft,
Abfallwirtschaft und Recycling sind Bereiche mit großem
Zukunftspotential", so Berlakovich.

"Klimaschutz und Wertschöpfung gehen in Österreich Hand in Hand.
Alternative Antriebstechnologien wie die Elektromobilität sind
Innovationen, von denen die Umwelt profitiert und die zugleich
Wachstum und Beschäftigung schaffen", betonte Anna Maria Hochhauser,
Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die
gleichzeitig davor warnt, die Erwartungen an die Elektromobilität zu
hoch anzusetzen: "Wir müssen über die Stärken der E-Mobilität
informieren, doch es bedarf noch einiger Anstrengungen diese
Technologie weiterzuentwickeln: E-Mobilität passt gut in unser
heimisches Energiesystem, denn zwei Drittel unseres Stroms kommen aus
erneuerbaren Quellen." Durch die Elektromobilität werden green jobs
geschaffen, betont die WKÖ-Generalsekretärin: "Das Spektrum der in
die Elektromobilität involvierten Unternehmen beinhaltet
Fahrzeugindustrie, Anlagenbau, Elektrotechnikindustrie,
Mechatronikgewerbe, Recyclingbetriebe, aber auch Softwarehersteller,
Mietwagenfirmen sowie Reparaturgewerbe. E-Mobilität ist ein
Wachstumsmarkt, den unsere Unternehmen zu nutzen wissen. Mit cleveren
Geschäftsmodellen können viele weitere mittlere und kleine Betriebe
durch das Besetzen von Marktnischen im Bereich der E-Mobilität
Chancen wahrnehmen."

Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich
betont: "Durch den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen
Ressourcen entstehen nicht nur viele neue und spannende
Arbeitsplätze, sondern vor allem auch neue
Qualifikationsanforderungen an bestehende Jobs. Wird zum Beispiel
ein Haus klimafreundlich gebaut, müssen die am Bau beschäftigten
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch über entsprechendes "grünes"
Wissen verfügen. Es braucht z. B. Kenntnisse über die doch oftmals
andere Arbeitstechnik mit umweltfreundlichen Baumaterialien oder
Messmethoden für Energie-Effizienz. Neues Know-how in den Bereichen
Umweltschutz und Nachhaltigkeit muss mittler-weile in die Ausbildung
fast aller Berufe einfließen".

"Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten und Maßnahmen, die wir in den
Gemeinden setzen können. Das sind einerseits indirekte Maßnahmen wie
die Unterstützung von Anlagen, die erneuerbare Energien erzeugen. Der
Trend zur Photovoltaik ist sehr stark im Moment, nicht zuletzt, weil
dafür auch immer wieder Fördermöglichkeiten geschaffen werden. Zum
anderen sind das sehr direkte Maßnahmen, bei denen die Gemeinden auch
Vorbilder sind. In vielen Gemeinden werden Teile der Fuhrparks schon
auf Elektrofahrzeuge umgestellt, zum Teil werden für die kleinen Wege
auch Elektrofahrräder angeschafft. Am wichtigsten ist aber, davon bin
ich fest überzeugt, die Bewusstseinsbildung. Es muss in die Köpfe der
Menschen hinein, dass nicht jeder noch so kleine Weg mit dem Auto
zurückgelegt werden muss. Auch das klassische Fahrrad erlebt für
kurze Distanzen in den ländlichen Gebieten eine Renaissance. Auch
hier sind die Gemeinden gefordert, die dafür notwendige Infrastruktur
- wie zum Beispiel Radwege - bereitzustellen", so
Gemeindebundpräsident Mödlhammer.

klima:aktiv mobil - die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums
im Verkehr

Mit den Förder- und Beratungsprogrammen der Klimaschutzinitiative
klima:aktiv mobil bietet das Le-bensministerium Betrieben, Kommunen,
Bauträgern, Schulen sowie Freizeit- und Tourismusseinrichtungen
finanzielle Unterstützung und Beratung beim Umstieg auf alternative
Mobilität. Die Schwerpunkte liegen auf Fuhrparkumstellungen,
Mobilitätsmanagement sowie Radverkehrsprojekten. Die 1.800
klima:aktiv mobil Projektpartner des Lebensministeriums sparen durch
ihre klimafreundlichen Verkehrsmaßnahmen in Summe bereits jährlich
450.000 Tonnen CO2 ein. Seit 2007 wurden durch klima:aktiv mobil mit
Unterstützung des Klima- und Energiefonds rund 42,5 Mio. Euro an
Förderungen vergeben. Diese lösten Investitionen von rund 271 Mio.
Euro aus und es wurden 3.000 green jobs geschaffen und gesichert.

Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung
zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner

Der zweite Teil der Konferenz stand ganz im Zeichen des Dialogs
und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil
Projektpartner präsentierten ihre bereits erfolgreich umgesetzten
Mobilitätsprojekte, wie beispielsweise die Österreichische Post AG,
Raiffeisen-Leasing, ÖBB Postbus GmbH, die rad-plan-b Gemeinde
Wolfurt, die Marktgemeinde Stetteldorf, velovital GmbH, ElectroDrive
Salzburg GmbH, der Tourismusverband Rauris, MobiTipp Steyr und
Gmunden und der Tourismusverband Attersee-Salzkammergut.
Umweltminister Niki Berlakovich zeichnete über 30 Betriebe und
Gemeinden als neue klima:aktiv mobil Projektpartner aus. Unternehmen
wie Thalinger Lange, Innovametall, Wien Energie, Cooperative Fahrrad,
die ÖBB, Infinite / Stipsits stellten ihre Leistungen und
umweltschonenden Fahrzeuge vor. Im Rahmen von Workshops wurden neue
Ansätze und Ideen für umweltschonende Mobilitätsprojekte erarbeitet.
"Die klima:aktiv mobil Netzwerk-Veranstaltung hat gezeigt, dass
Umwelt- und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei unseren
österreichischen Betrieben und Gemeinden hat. Gemeinsam wird es uns
gelingen, den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich zu senken und die
Potentiale des Umweltschutzes am Arbeitsmarkt zu nutzen. Klimaschutz
ist eine Riesenchance, für jeden einzelnen", so Berlakovich
abschließend.

Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1427

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Doris Ostermann
   Lebensministerium
   01-71100-6918
   [email protected]
   www.klimaaktivmobil.at/greenmobility 
   www.umweltfoerderung.at/verkehr

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