- 31.05.2011, 15:30:45
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Welchen Wert haben Kinder in Österreich?
Familienbundpräsidentin LAbg. Andrea Gottweis fordert eine kindgerechte Gesellschaft - Neue Broschüre "Kinder brauchen Elternzeit" präsentiert

St. Pölten (OTS) - "Nicht Bodenschätze sichern die Zukunft
Österreichs, unseres Gesellschaftssystems, sondern ausreichender, gut
ausgebildeter Nachwuchs", erklärt die Präsidentin des
Österreichischen Familienbundes, LAbg. Andrea Gottweis, anlässlich
des morgigen internationalen Tages des Kindes im Rahmen einer
Pressekonferenz. Der neue Demographiebericht der Europäischen Union
sieht die Gesamtfruchtbarkeitsrate in Österreich bei 1,39. Hier
besteht Handlungsbedarf, weil für den Erhalt unseres Systems 2,1
Kinder/ Frau notwendig wären. Laut der jüngsten Umfrage des
Familienministeriums steht unsere Jugend dem Thema "Familie" und
"Kinder haben" mehrheitlich positiv gegenüber. Allerdings geht der
Kinderwunsch nicht einher mit der tatsächlichen Geburtenrate.
Die Entwicklung einer stabilen und konstanten Beziehung der Kinder
zu ihren Eltern erfolgt vor allem in den ersten drei Jahren. Sie ist
zugleich ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Lernfähigkeit der
Kinder geht. "Das Entwickeln einer starken emotionalen Bindung und
das Bilden von Urvertrauen sind die Basis eines erfolgreichen
Bildungsweges. Dafür sollen sich Eltern auch Zeit nehmen können",
fordert Gottweis.
Wahlfreiheit für die Art der Kinderbetreuung gewährleisten
Die Politik ist gefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu
schaffen, um dem Individuum Mensch auch die Möglichkeit zu geben,
seinen Lebensplan individuell zu gestalten. Es gibt keinen
einheitlichen Fahrplan, wie Kinder am besten zu betreuen sind. Jede
Familie hat ihre eigene Geschichte. Kein Kind gleicht dem anderen.
Studien mögen Richtlinien sein für eine Schwerpunktsetzung der
Investitionen. Die Wahlfreiheit der Art der Kinderbetreuung muss für
alle Familien gewährleistet sein. "Geben wir doch unserer Jugend die
Chance, ihre Wünsche nach Familie und Kindern auch leben zu können",
erklärt die Familienpolitikerin.
Kinder brauchen Elternzeit - Broschüre präsentiert
"Der Wert, den in ihrer Beziehung zu den Eltern gefestigte Kinder
für unsere Gesellschaft haben, ist unbezahlbar", betont die
Präsidentin. Das Elternhaus ist der erste Ort der Bildung. Die Eltern
sind die konstanten Bildungspartner ihrer Kinder, während die
Pädagoginnen und Pädagogen im Laufe des Bildungsweges immer wieder
wechseln. Daher ist eine engere Zusammenarbeit der Eltern mit den
Personen, die ihre Kinder unterrichten, anzustreben. "Dadurch können
Talente besser und früher erkannt werden. Diese müssen dann mittels
eines möglichst differenzierten und vielfältigen Angebotes gefördert
werden", unterstreicht Familienbund - Bildungsexpertin Heidi Jütte.
Krisenkarenz für Familien gefordert
Um Eltern zu ermöglichen, ihrem Kind in einer schwierigen
Situation, in der es besondere Zuwendung und Hilfe braucht
beizustehen, setzt sich der Österreichische Familienbund für eine
"Krisenkarenz" - angelehnt an das Modell der Bildungskarenz - ein.
Diese Krisenkarenz soll mit verpflichtenden familienunterstützenden
Angeboten verbunden sein. So können die hohen Folgekosten für das
System gesenkt werden, die jetzt durch spätere Interventionen bei
Verhaltenskrisen von Jugendlichen entstehen.
Ausbildungspflicht bis 18 gefordert
Jugendliche, die das Bildungssystem ohne Schulabschluss oder
Berufsausbildung verlassen, haben schlechte Chancen einen
Arbeitsplatz zu finden und selbstbestimmt ihr Leben gestalten zu
können. Daher fordert der Österreichische Familienbund eine
Ausbildungspflicht bis zum vollendeten 18. Lebensjahr mit dem Ziel,
in dieser Zeit auch den positiven Pflichtschulabschluss abzulegen.
Die Ausbildungspflicht soll mit möglichst vielen Angeboten, die die
Erfüllung dieser Verpflichtung ermöglichen, gekoppelt werden (z.B.
Berufsschule mit Lehre, berufsbildende mittlere Schule, Teillehre,
usw.).
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
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Rückfragehinweis:
Österreichischer Familienbund Marietheres van Veen Pressesprecherin Tel.: ++43 664/200 90 57 mailto:[email protected] www.familienbund.at
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