• 31.05.2011, 10:27:49
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BM Schmied: Eva Schlegel und Markus Schinwald setzen bei Biennale Venedig modernes, kritisches, zeitgemäßes Zeichen für Österreich

Schinwalds Einzelschau im österreichischen Pavillon macht Besuch zu emotionalem Erlebnis

Wien (OTS) - "Mit Markus Schinwald, einem herausragenden Künstler
der jüngeren Generation, hat Kommissärin und Künstlerin Eva Schlegel
eine ausgezeichnete Wahl für den österreichischen Beitrag bei der 54.
Biennale Venedig getroffen", zeigt sich Kulturministerin Claudia
Schmied über den österreichischen Beitrag zur 54. Internationalen
Kunstausstellung - la Biennale di Venezia 2011 in Venedig erfreut.

Die Internationale Kunstausstellung - la Biennale di Venezia ist ein
anerkannter Gradmesser in der Kunstwelt für das Aufspüren von
aktuellen Tendenzen in der Kunst und findet heuer vom 4. Juni bis 27.
November 2011 unter dem Generalthema ILLUMInations statt. Der
österreichische Pavillon wird durch Kulturministerin Claudia Schmied
und Kommissärin Eva Schlegel am 2. Juni, 17 Uhr, in einem Festakt
eröffnet. Die Pressepräsentation ist am 1. Juni, 15 Uhr. In diesem
Jahr finanziert das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
Kultur mit 400.000 Euro die Konzeption, Organisation und Durchführung
der Ausstellung im österreichischen Pavillon. Weitere 300.000 Euro
wurden über Sponsoren ermöglicht.

Markus Schinwalds fulminante Einzelschau im österreichischen Pavillon
"Souverän verbindet Markus Schinwald in seiner Biennale-Arbeit
architektonische mit bildnerischen, skulpturalen und
filmisch/performativen Elementen und spürt den Dispositiven der
Kontrolle, Disziplinierung und Selbstkorrektur nach. Sie schreiben
sich in den menschlichen Körper ein, formen, durchdringen ihn und
werden als psychologisch aufgeladene Innenwelten wieder an der
Körperoberfläche sicht- und spürbar. In seinem neuen zweiteiligen
Film Orient baut Schinwald das Tor des österreichischen Pavillons im
Modell nach und nützt die entworfene Situation als körperzwingende
Möglichkeit. So werden die hier gezeigten vertikalen Abgründe zum
Schauplatz des Unzulänglichen und Zwanghaften", kommentiert
Kommissärin Eva Schlegel den gelungenen Beitrag von Markus Schinwald.

Im Kontext von Bice Curigers Generalthema ILLUMInations verhandelt
der 1973 in Salzburg geborene und heute in Wien und Los Angeles
lebende und arbeitende Markus Schinwald die Darstellung und
Manipulation von Raum, Zeit, Licht und Schatten. Er verändert nicht
nur die Erfahrung des Raums durch ein Moment der Störung sondern
thematisiert auch Architektur und Geschichte des österreichischen
Pavillons - 1934 nach Plänen Josef Hoffmanns (1870-1956) errichtet -
in all ihren Brüchen, Rissen und Fehlstellen.

BM Schmied: Schinwalds Beitrag überzeugt durch Kraft und
künstlerische Konsequenz
"Markus Schinwalds Beitrag überzeugt durch seine Kraft und
künstlerische Konsequenz, mit der er seine Arbeit für den
österreichischen Pavillon realisiert hat. Der international
renommierten, ausstellungserfahrenen Kommissärin Eva Schlegel ist es
gelungen, bei der Biennale Venedig ein modernes, kritisches und
zeitgemäßes Zeichen für Österreich zu setzen", betont
Kulturministerin Claudia Schmied.

Schinwalds Raumkonstruktion im österreichischen Pavillon basiert auf
dem Prinzip der Raumteilung. Durch das gezielte Positionieren der
Wände, die von der Decke hängen und in Bauchnabelhöhe enden, durch-
und unterbricht der Künstler unsere alltäglichen Routinen der
Bewegungen. Immer wieder aufs Neue müssen sich die BesucherInnen in
Schinwalds Irrgängen neu orientieren und werden angehalten, in ihrer
Wahrnehmung wach und flexibel zu bleiben.

Die psychologische Auseinandersetzung mit Raum und Körper, das
Unheimliche und das Unbehagen, das Defizitäre und die irrationalen
Tiefen des individuellen und kollektiven Seins stehen im Mittelpunkt
seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Dabei lenkt Schinwald seine
Beobachtung auf den menschlichen Körper mit all seinen Eigenheiten
und auf die soziokulturelle Umgebung, in die er eingebettet ist.
Indem der Künstler den distanzierten, passiven Betrachter in den
räumlichen und temporären Rahmen einbindet, wird dieser zum
Protagonisten, zu einem aktiv Sehenden, dem die Möglichkeit geboten
wird, durch emotionalisiertes Erleben eigene Analogien und narrative
Stränge zu entwickeln und zu verfolgen. Die bewusst gesetzten Gemälde
und Skulpturen greifen neue Erzählstränge auf und betonen damit die
verdichtete Leere.

Presseunterlagen und aktuelles Fotomaterial stehen unter
www.labiennale.at zum Download bereit.

Previewtage: Mittwoch, 1. Juni - Freitag, 3. Juni 2011
Pressekonferenz im österreichischen Pavillon: Mittwoch, 1. Juni 2011,
15 Uhr
Eröffnung des österreichischen Pavillons: Donnerstag, 2. Juni 2011,
17 Uhr

Rückfragehinweis:

Mag. Sigrid Wilhelm
   Pressesprecherin 
   Büro Bundesministerin Dr. Claudia Schmied 
   T +43 1 53 120 DW 5030
   F +43 1 53 120 81 5030
   E [email protected]
   www.bmukk.gv.at
   
   Mag. Christina Werner
   Presse / Austrian Pavilion
   La Biennale di Venezia 2011
   T +43 1 524 96 46 DW 22
   F +43 1 524 96 32 oder
   E [email protected]
   www.labiennale.at

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