- 30.05.2011, 10:40:52
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Neues Themenservice: Onkologische Rehabilitation in Österreich
Folge 4: Die Rolle der Psychoonkologie in der onkologischen Rehabilitation
Wien (OTS) - Bei der onkologischen Rehabilitation bildet ein
interdisziplinärer Behandlungs- und Betreuungsansatz die
Grundvoraussetzung für den Erfolg. Einen elementaren Baustein dabei
stellt vor allem die Psychoonkologie dar. Im vierten Themenservice
"Onkologische Rehabilitation in Österreich" informieren wir Sie über
die Aufgaben und Möglichkeiten der Psychoonkologie im Rahmen der
Onkologischen Rehabilitation und der modernen Krebstherapie.
Ein Tumor lässt sich meist mit bildgebenden Verfahren sichtbar
machen, die Gedanken und Gefühle eines Krebspatienten hingegen nicht.
Wie sich diese im Verlauf der Erkrankung verändern, können
Außenstehende nicht immer unmittelbar erkennen oder nachempfinden.
Eine eigene wissenschaftliche Fachrichtung, die Psychoonkologie,
erforscht die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung auf
Betroffene und entwickelt Möglichkeiten der Unterstützung. Eine
Krebserkrankung betrifft nie nur den einzelnen Menschen: Sie hat auch
Auswirkungen auf Angehörige, Familie und Freunde und verändert die
Beziehungen eines Patienten zu seiner Umwelt.
Der Begriff Psychoonkologie wurde am Beginn der 80er Jahre
eingeführt. "Psychoonkologie ist eine hochspezialisierte Subdisziplin
der Onkologie und multidisziplinär organisiert. Durch das
Zusammenwirken von Ärzten, Pflegefachkräften, Psychotherapeuten,
Psychologen und Sozialarbeitern werden körperliche, psychische und
soziale Aspekte der Krebserkrankung in einem ganzheitlichen Konzept
zur Unterstützung von Krebspatienten, ihren Angehörigen und Betreuern
miteinbezogen. Psychoonkologie ist dem biopsychosozialen Konzept der
Krebserkrankung verpflichtet und beschäftigt sich mit den
Auswirkungen der Krebserkrankungen auf Patient, Angehörige und
Betreuer während den verschiedenen Phasen der Krankheit, der
Krankheitsbewältigung und den Möglichkeiten der psychosozialen und
psychotherapeutischen Unterstützung der Betroffenen", so Prof.
Alexander Gaiger, Programmdirektor Psychoonkologie der Abt.für
Onkologie und Hämatolgie, Comprehensive Cancer Center der Medizin
Universität Wien. [...]
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