• 27.05.2011, 11:32:46
  • /
  • OTS0120 OTW0120

Tschechische Atommüll-Endlagerpläne: Grüne informieren

Grün Landtagsabgeordnete Helga Krismer: Vorhaben der Tschechen bedrohen Thaya-March-Donau-System

St. Pölten (OTS) - Die Grüne Energie- und Umweltsprecheirn Helga
Krismer wollte es genau wissen und befragte LR Pernkopf zum geplanten
Atommüll-Endlager in Tschechien. "2 der möglichen Standorte bedrohen
das Thaya-March-Donau System! Die einzige Alternative ist: Abschalten
Jetzt!" bringt es Helga Krismer auf den Punkt. Denn schafft
Tschechien den Ausstieg, dann erübrigt sich die Suche nach einer
großen Lagerstätte für 9.000 Tonnen abgebrannter Brennstäbe.
Im Detail geht es um die zwei Standorte: Hradek Hohozna nahe
Jihlava/Iglau, das zur Jihlava und/oder Mährischen Thaya und damit
ins Thaya-March-Donau-System entwässert und Horka Budisov entwässert
ins Jihlava-Thaya-Donau-System.

Zusammenfassung:

Das letzte Treffen zum Informationsaustausch zwischen den Staaten
Österreich und Tschechien lt. Nuklearinformationsabkommen fand am 29.
Und 30. November 2010 in Prag statt. Die Leitung der österreichischen
Kommission erfolgte durch die Gesandte Fr. Dr. Eva Hager, Vertreter
des Bundesministeriums, dessen nachgeordnete Dienststellen,
zugehörige Experten und von Seiten Niederösterreichs der
Anti-Atomkoordinator DI Peter Allen.
Bei dem Treffen wurden folgende Zeitpläne präsentiert:
Seit 1992 wird in Tschechien nach Endlager gesucht und Untersuchungen
gemach, wobei 11 Standorte zur genaueren Analyse ausgesucht wurden, 6
mit Granit-Masse (siehe Concept of Radioactive Waste and Spent Fuel
Management in the Czeck Republic - Govt. Decree No. 487 of May 15th,
2002)
Bis 2014 werden geologische Vorarbeiten/Proben durchgeführt
2015 soll es eine öffentliche Diskussion um das Endlager in
Tschechien geben.
2016 soll der tschechischen Regierung ein Endbericht vorgelegt
werden.
2030 Bau des Endlagers;
2065 Inbetriebnahme
Die geschätzten Abfallmengen an abgebrannten Brennstäben aus den KKW
Temelin 1&2 sowie die die geplanten Blöcke 3&4 und dem KKW Dukovany
werden über die Laufzeiten ein Ausmaß von 9.000 Tonnen haben.
Mitsprachemöglichkeit Österreichs ist gegeben, wenn es sich hier um
ein Genehmigungsverfahren handeln würde! \x{2588} bilaterales
\x{2588}Nuklearinformationsabkommen\x{2588} im Rahmen der Espoo-Aarhus-Konvention
bei grenzüberschreitenden UVP-Verfahren.
Standorte für das Endlager:
Standort 8: Boletice bei Cesky Krumlov \x{2588} St. Pölten: 117 km

Entwässert zur Moldau
Standort 4: Pluhuv-Zdar \x{2588} St. Pölten 125 km
                        Entwässert höchstwahrscheinlich ins
Lainsitz-Moldau-System

Standort 5: Hradek Hohozna nahe Jihlava/Iglau \x{2588} St. Pölten 130 km
Entwässert zur Jihlava und/oder Mährischen
Thaya und damit ins Thaya-March-Donau-System
Standort 6: Horka Budisov \x{2588} St. Pölten 120 km
Entwässert ins Jihlava-Thaya-Donau-System

Betreffend laufendem UVP-Verfahren zum Ausbau des AKW Temelin fand am
31. Jänner 2011 das erste Treffen zwischen der österreichischen und
tschechischen im Umweltministerium in Prag statt.

Rückfragehinweis:
Kerstin Schäfer
Landtagsklub der Grünen
Niederösterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel