Sparkassenverband: Ikrath teilt Kritik Treichls an Basel III bei Kreditvergabe

Gegen die falschen Basel III - Regulierungen, die das solide Geschäftsmodell der Sparkassen gefährden, will Generalsekretär Michael Ikrath massiv weiterkämpfen

Wien (OTS) - "Die Sparkassengruppe hat ein wesentliches Merkmal:
ihre Regionalität. Durch die neuen Vorgaben von Basel III wird die Funktion unserer Sparkassen als finanzielle Nahversorger und zuverlässige Kreditgeber der regionalen Wirtschaft extrem gefährdet. Wenn sich die Vorstellungen der EU-Kommission durchsetzen, dann droht für kleinere und mittlere Unternehmen tatsächlich eine dramatische Kreditklemme", so Sparkassengeneralsekretär Michael Ikrath. Das neue Regelwerk sieht vor, dass die Kapitalunterlegungspflicht der Banken für Kundenkredite von zwei auf sieben Prozent steigt.

Ikrath weiter: "Damit werden gerade die Sparkassen eindeutig benachteiligt und gleichzeitig schadet es dem Wirtschaftsstandort Österreich, der ein traditionelles KMU-Land ist. Es sind die KMUs, die bei uns die Träger von Wachstum und Beschäftigung sind und hiefür zu 90% auf eine ausreichende und leistbare Kreditfinanzierung angewiesen sind."

Der Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes unterstütze daher die Forderung von Erste Group Generaldirektor Andreas Treichl nach einem gemeinsamen Vorgehen mit anderen EU Ländern zur Änderung dieser Regulierungsvorschrift in Brüssel. "In den nächsten Monaten wird es unsere wichtigste Aufgabe sein, das solide und bewährte Geschäftsmodell der Sparkasse und ihren Haftungsverbund gegen die überschießenden und falschen Basel III Regelungen zu verteidigen."

Anfang Mai wurde vom Europäischen Sparkassenverband (ESBG) die sogenannte "Warschauer Deklaration" verabschiedet, die die Berücksichtung der regionalen Strukturen der europäischen Finanzwelt bei der Umsetzung von Basel III fordert. Sowohl national mit dem Raiffeisensektor als auch international mit dem deutschen Sparkassenverband (DSGV) und dem italienischen Bankenverband gibt es weitere Gespräche über eine gemeinsame Initiative in Brüssel. Auch Zentral- und Osteuropa als traditionelle KMU-Länder sollen verstärkt auf politischer wie bankenpolitischer Ebene einbezogen werden.

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