- 25.05.2011, 14:29:07
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Ländlicher Raum: Kreative und individuelle Lösungen bei Kinderbetreuung gefragt
Symposium beleuchtet Best Practice-Beispiele
Wien (OTS) - Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die große
Herausforderung unserer Zeit. Besonders im ländlichen Raum ist es oft
schwierig, passende Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu finden. Welche
Lösungsansätze notwendig sind und wo es Best Practice-Beispiele gibt,
beleuchtete am Dienstagnachmittag das Symposium "Kinderbetreuung im
ländlichen Raum" in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Familienminister Reinhold Mitterlehner wies dabei auf die
Notwendigkeit "flexibler und kreativer Lösungen" gerade im ländlichen
Raum hin. Vor allem die Betreuungsmodelle durch Tagesmütter/-väter
sowie Gemeinde-übergreifende Einrichtungen hätten sich bewährt.
"Damit sind individuelle und regionale Antworten auf die Frage nach
adäquater Kinderbetreuung am Land möglich", so der Ressortchef.
Der Bund habe den Ländern in den vergangenen drei Jahren EUR 45
Mio. zur Verfügung gestellt, um die Betreuungsangebote weiter
auszubauen. Mittlerweile sei das Barcelona-Ziel für die 3- bis
6-Jährigen erreicht, für die Kleinsten bis drei Jahre sei dies noch
nicht der Fall, hier müssten noch Betreuungsplätze geschaffen werden,
bekräftigte Mitterlehner.
FiW und ARGE Bäuerinnen legen Forderungsprogramm vor
Frau in der Wirtschaft (FiW) und die Arbeitsgemeinschaft
Österreichischer Bäuerinnen in der LK Österreich, die das Symposium
gemeinsam initiiert haben, haben ihre Forderungen zum Thema in einem
5-Punkte-Paket zusammengefasst. Darin enthalten: der Wunsch nach
flexibleren Betreuungseinrichtungen, nach mehr Möglichkeiten für
unter 3-Jährige, die Forderung nach der Anhebung des Wochengeldes für
Unternehmerinnen und Bäuerinnen, die Verbesserung beim
Kinderbetreuungsgeld sowie Nachmittagsbetreuung an Schulen und
Kindereinrichtungen.
"Ganzjährig, ganztägig - und Verbesserungen vor allem im
ländlichen Raum", brachte WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz die
notwendigen Maßnahmen auf den Punkt. "Die klassischen 9-to-5-Jobs
gibt es längst nicht mehr, vor allem im selbstständigen Bereich. Und
auch in den Ferienzeiten ist es für unsere Unternehmer/-innen oft
schwierig, eine Kinderbetreuung zu organisieren." Die Forderung von
Schultz nach der Gleichstellung der privaten mit öffentlichen
Einrichtungen findet bei der ARGE Bäuerinnen Unterstützung: Es müsse
gelingen, die Tagesmütter/-väter im Bereich der Kleinkinder- und
Nachmittagsbetreuung von Schülern bei Förderungen von der
öffentlichen Hand gleichzustellen. "Auf diese Weise wäre die
Betreuung auch wirklich für alle Familien leistbar", unterstrich
ARGE-Vorsitzende Anna Höllerer.
Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von FiW, trat für
die Schaffung eines Kinderbetreuungsschecks ein, mit dem auch
Tagesmütter und -väter entlohnt werden könnten. "Das wäre aus meiner
Sicht ein gangbarer und praktikabler Weg der Finanzierung."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Ludmilla Herzog, MAS
Tel.: +43/1/53441-8522
mailto: [email protected]
www.lk-oe.at
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