- 24.05.2011, 16:33:43
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Österreichische Wasser-Expertise für EU-Entwicklungszusammenarbeit
Staatssekretär Wolfgang Waldner beim EZA-Rat in Brüssel
Wien (OTS) - Einer der Schwerpunkte der heutigen Ratssitzung lag
auf dem Thema "Wasser", ein Bereich, in dem die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit besonderes Know-how einbringen kann. "Die
Austrian Development Agency (ADA) verfügt über langjährige,
international anerkannte Erfahrung mit der Wasserversorgung von
Gemeinden und beim Ausbau der Sanitäreinrichtungen - etwa in Uganda
oder Mozambique" betonte Staatssekretär Wolfgang Waldner, der heute
für Österreich an der EU Ratssitzung für Entwicklungszusammenarbeit
in Brüssel teilnahm.
Um das politische Bewusstsein zu stärken, hat Österreich angeregt,
dass die EU eine klare politische Zielsetzung für den Wassersektor
formuliert. Staatssekretär Wolfgang Waldner: "Mein Vorschlag ist, die
EU-Instrumente so zu bündeln, das bis 2020 weitere 100 Millionen
Menschen in den von Klimawandel und Armut am meisten betroffenen
Ländern mit sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen versorgt
werden können." Besonders wichtig erscheint Waldner, dass sich die
EU-Entwicklungspolitik intensiver mit den Zusammenhängen zwischen
"Ernährungssicherheit Wasser - Energie" beschäftigt: "Wasser und
Energiesicherheit sind Voraussetzungen für Ernährungssicherheit",
betonte der Staatssekretär..
Weitere Themen der Ratssitzung waren u.a. die Unterstützung des
Südsudans durch die Europäische Entwicklungszusammenarbeit und der
EU-Rechenschaftsbericht zur ODA-Quote.
Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten stellen über die
Hälfte der Gelder für arme Länder zur Verfügung. Somit ist die EU der
weltweit größte Geber. "Die Europäische Union übernimmt mit ihrem
Engagement große Verantwortung in der Welt. Dieses wollen wir in den
nächsten Jahren noch verstärken", erklärte Staatssekretär Waldner vor
dem EZA-Rat und streicht die positiven Effekte der Vereinigung der
EZA-Kompetenzen im Europäischen Auswärtigen Dienst durch den Vertrag
von Lissabon hervor: "Eine bessere Koordination der EZA Aktivitäten
schafft Synergien und eröffnet Chancen im Bereich der Transparenz und
Nachhaltigkeit."
Österreich trägt neben seinen bilateralen Beiträgen und den Zahlungen
an die Internationalen Finanzinstitutionen heuer mehr als 250
Millionen Euro zur Entwicklungszusammenarbeit durch die
EU-Institutionen bei.
Staatssekretär Waldner nutzte seine erstmalige Teilnahme an
EU-Ministerräten (Rat Allgemeine Angelegenheiten am 23.5 und EZA-Rat
am 24.5) für zahlreiche bilaterale Gespräche mit Kolleginnen und
Kollegen aus verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten sowie Experten der
EU-Institutionen.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
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