- 22.05.2011, 08:00:01
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"trend": Adeg verschlingt Millionen
Die Sanierung des im Vorjahr zur Gänze übernommenen Nahversorgers Adeg erweist sich für Rewe offenbar härter als erwartet.
Wien (OTS) - Erstmals werden konkrete Zahlen zu den
Sanierungskosten für den durch den Lebensmittelriesen Rewe (Billa,
Merkur, Penny) bereits ab 2007 schrittweise übernommenen
Nahversorgers Adeg bekannt. Nach vorläufiger Planrechnung für 2010
erwartet Rewe für Adeg, die bis auf die AGM-Großmärkte nur noch den
Großhandel für die selbstständigen Adeg-Kaufleute betreibt, immer
noch einen Jahresverlust von 7,3 Millionen Euro, berichtet das
Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.
44,4 Millionen Euro an negativem Eigenkapital wies die Adeg-Gruppe zu
Jahresbeginn 2010 noch aus. Um 2010 überhaupt bilanzieren zu können,
musste Rewe 25 Millionen an Gesellschafterdarlehen zuschießen - nach
noch einmal soviel in den beiden Jahren zuvor. Zur endgültigen
Erfolgsrechnung für 2010 wollte Rewe-Austria-Boss Frank Hensel
"trend" gegenüber keine Angaben machen: "Wir liegen im Plan. Heuer
wollen wir jedenfalls wieder positiv bilanzieren."
Das Sanierungskonzept für die verbliebenen 481 Adeg-Standorte beginne
nur langsam zu greifen. Dagegen komme es häufig zu Unmut über
Rabattaktionen der anderen Rewe-Töchter, zitiert der "trend" Anton
Kovsca, Vertreter Adeg-Kaufleute: ""Die Werbemacht von Billa und Co
ist schon sehr stark, um nicht zu sagen erdrückend." Durch die
wettbewerbsrechtlichen Auflagen bei der Übernahme verlor Adeg
insgesamt rund ein Drittel der Verkaufsfläche. Der Marktanteil hat
sich bis Jahresbeginn 2011 auf drei Prozent fast halbiert. Mit
durchschnittlich 300 Quadratmeter Shopfläche und einem
Quadratmeterumsatz von offiziell 3500 Euro ist man weit weg von
profitablen Größenordnungen. Billa operiert mit gut 5000 Euro.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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