• 21.05.2011, 08:00:32
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"profil": Investmentbanker Karlheinz Muhr ließ sich Honorar schon Monate vor dem Buwog-Deal auszahlen

Rechnung über 333.820 Euro vom März 2003 - mehr als ein Jahr vor Buwog-Privatisierung

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der in die Buwog-Privatisierung
involvierte Investmentbanker Karlheinz Muhr den größten Teil seines
Honorars zu einem Zeitpunkt erhalten, da das Buwog-Paket noch nicht
einmal zum Verkauf ausgeschrieben war. Laut einer "profil"
vorliegenden Rechnung stellte die Muhr zugerechnete US-Gesellschaft
KM Management (auch bekannt als "Volaris Advisors") der
Investmentbank Lehman Brothers bereits am 5. März 2003 einen Betrag
von 333.820 Euro in Rechnung, der auch beglichen wurde. Die
Ausschreibung der Bundeswohngesellschaften erfolgte allerdings sechs
Monate später, im August 2003; der Verkauf an die Immofinanz-Gruppe
überhaupt erst im Juni 2004. Weitere 12.658 Euro folgten im November
2003, zuletzt 87.342 Euro im Juni 2004, insgesamt also 433.820 Euro.
In einer Stellungnahme gegenüber der Austria Presseagentur hatte Muhr
vergangene Woche festgehalten, er und Volaris hätten "zum Zeitpunkt
der Entscheidung über den Verkauf der Buwog-Wohnungen ihre Arbeit
bereits abgeschlossen und waren daran nicht mehr beteiligt".

Muhr hatte bereits Ende April 2002 einen entsprechenden
"Subauftrag" mit Lehman Brothers abgeschlossen, der ihm einen Anteil
am Lehman-Honorar sichern sollte. Von den 10,1 Millionen Euro, die
das Finanzministerium Lehman Brothers für die Abwicklung der
Buwog-Privatisierung erhielten, wurden auch die 433.820 Euro an Muhr
beglichen.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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