- 20.05.2011, 12:57:44
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APA-OTS Politikanalyse: Michael Spindelegger lädt Treichl zur persönlichen Unterredung
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (13. Mai bis 19.
Mai 2011) nimmt Vizekanzler Michael Spindelegger die erste Position
ein. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache belegt den zweiten Platz und
Finanzministerin Maria Fekter positioniert sich im Ranking an dritter
Stelle.
Vizekanzler Michael Spindelegger (Rang eins, 596 Nennungen) ist im
Zusammenhang mit den Anschuldigungen des Erste-Bank-Chefs Michael
Treichl im Zentrum der Berichterstattung. Treichl wirft den
österreichischen Politikern fehlenden Mut und mangelnde
wirtschaftliche Kompetenz vor, woraufhin Michael Spindelegger diesen
zu einem persönlichen Gespräch einlädt. In Regierungskreisen stößt
Treichls Kritik auf Unverständnis.
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zeigt sich über die Lösung des
Ortstafel-Konfliktes erfreut und gratuliert den verhandelnden
Parteien zum erzielten Ergebnis. Der Kritik von Michael Treichl an
der österreichischen Politik gibt Strache teilweise recht, er hält
die strengeren Bonitätskriterien bei der Kreditvergabe an
österreichische Kleinunternehmen für nicht gerechtfertigt.
Auch für Finanzministerin Maria Fekter (Rang drei, 266 Nennungen)
nimmt die Kritik des Erste Bank Chefs einen wichtigen Stellenwert in
der Berichterstattung ein. Sie weist dessen Anschuldigungen zurück
und betont, dass Basel III möglicherweise negative Auswirkungen mit
sich bringt, jedoch diese Regeln von Bankern und nicht von Politikern
aufgestellt worden sind.
In Bezug auf die bevorstehende Gesetzesnovelle zum Ausbau von
Ganztagsangeboten, erteilt Finanzministerin Maria Fekter
Unterrichtsministerin Schmied (Rang zwölf, 120 Nennungen) eine
Absage.
Bundeskanzler Werner Faymann (Rang vier, 256 Nennungen) zeigt sich
über Treichls Aussagen verärgert und verweist auf das
Bankenrettungspaket, dass während der Wirtschaftskrise von der
österreichischen Regierung beschlossen wurde. Der Bundeskanzler zeigt
sich bereit an Diskussionen betreffend Kreditvergabe für Banken zu
partizipieren, ein Treffen Faymann-Treichl ist vorerst jedoch nicht
geplant.
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (Rang fünf, 227 Nennungen)
hält anlassbezogene Grenzkontrollen in Zukunft für denkbar. Um
Missbrauch zu verhindern, sollen klare Kriterien definiert werden,
wann es zu Kontrollen kommen darf und wann nicht. Überdies wird in
den Medien die Wahl von Johanna Mikl-Leitner zur ÖAAB-Chefin in den
Medienfokus gerückt.
Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Veit Sorger,
IV (Rang zehn, 159 Nennungen); Alois Stöger, SPÖ (Rang 14, 118
Nennungen); Wolfgang Großruck, ÖVP (Rang 15, 103 Nennungen); Rudolf
Hundstorfer, SPÖ (Rang 18, 96 Nennungen); Karlheinz Kopf, ÖVP (Rang
20, 85 Nennungen); Barbara Prammer, SPÖ (Rang 21, 79 Nennungen);
Josef Ostermayer, SPÖ (Rang 22, 79 Nennungen), Eva
Glawischnig-Piesczek, Grüne (Rang 26, 67 Nennungen); Johannes Rauch,
ÖVP (Rang 28, 57 Nennungen); Rudolf Anschober, Grüne (Rang 29, 54
Nennungen) und Ulrike Sima, SPÖ (Rang 30, 49 Nennungen).
Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 13 Politikerinnen und
Politiker der ÖVP und zehn der SPÖ. Die FPK stellt zwei, die Grünen
ebenso zwei und die FPÖ einen Akteur. Das BZÖ ist in dieser Woche
nicht im Ranking vertreten. Außerdem unter den Top-30:
Bundespräsident Heinz Fischer und IV-Präsident Veit Sorger.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik
kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich
aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut
analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale
politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen
Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben
Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.
Rückfragehinweis:
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