• 20.05.2011, 11:46:44
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"Vom Erobern und Entdecken - das Römerland Carnuntum"

"Österreich-Bild am Sonntag", 22. Mai um 18.25 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) - "Erobern - Entdecken - Erleben im Römerland
Carnuntum": Unter diesem Motto steht die NÖ Landesausstellung 2011,
die an drei Schauplätzen stattfindet - im Freilichtmuseum
Petronell-Carnuntum, im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg
und in der Kulturfabrik Hainburg. Der Bogen spannt sich dabei von der
Urzeit über die Römer bis in die Gegenwart.

Auch ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio NÖ
(Gestaltung: Sabine Daxberger, Kamera: Erich Strommer) erweckt am
Sonntag, 22. Mai 2011 um 18.25 Uhr in ORF 2 das antike Carnuntum zu
neuem Leben - so wird beispielsweise das Alltagsleben im Haus des
Tuchhändlers Lucius und in der Therme in stimmungsvollen Spielszenen
erzählt.

Diese vollständig wieder errichtete römische Therme stellt den
bisherigen Höhepunkt der archäologischen Arbeiten in Carnuntum dar -
eine weltweit einzigartige Meisterleistung der Rekonstruktion,
ausgestattet mit Marmor, Stuck und Malereien. Die gesamte Anlage
wurde - wie auch die benachbarte "Villa urbana" mit ihrer
Fußbodenheizung - originalgetreu bis in die Handwerkstechniken an den
Originalplätzen wieder aufgebaut. Sie ist voll funktionstüchtig mit
ausgefeilter Wasserversorgung für die Becken und unterschiedlich
beheizten Ruhe- und Erholungsbecken.

Im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch Altenburg wiederum gibt die
Ausstellung "Götterbilder - Menschenbilder" einen Überblick über die
religiösen Kulte und Bräuche der damaligen Zeit. Hier sind
Götterstatuen von Jupiter, Venus und dem regionalen Gott Domesticus
silvanus (der für Wald und Flur zuständig war) zu sehen, dazu auch
Funde aus der frühen Christenzeit und von östlichen Kulten wie dem
Mithraskult. Mit mehr als 1200 Exponaten ist das Museum Carnuntinum
das Schatzhaus des Archäologischen Parks Carnuntum.

In der Kulturfabrik Hainburg - der architektonisch beeindruckenden
ehemaligen k.uk. Tabakfabrik - wird schließlich die Geschichte des
Eroberns und Entdeckens von der Urgeschichte bis ins 21. Jahrhundert
präsentiert. Zum einen sind Römer, Hunnen, Germanen, Awaren, Ungarn,
Franken, Bayern und Türken im Lauf der Jahrhunderte in die Region an
der Donau eingefallen. Zum anderen sind ab dem Spätmittelalter
zahlreiche Entdecker - Missionare und Forscher - auch von Österreich
aus in die Welt gezogen. Ein Beispiel dafür ist Johann Natterer, der
mit der Habsburger Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien ging und
dort tausende Tiere und Pflanzen sammelte, präparierte und
schließlich nach Wien schickte.

Herausragende Objekte wie eine goldene Stierkopfschale, die
möglicherweise aus dem sagenhaften Awarenschatz stammt, ein original
Kompass und ein Hundeschlitten der österreichisch-ungarischen
Nordpol-Expedition von Payer und Weyprecht im 19. Jahrhundert, aber
auch Prunkwaffen der Türkenkriegszeit und moderne
Forschungsinstrumente sind Teil der Schau.

Dargestellt werden in der Kulturfabrik aber auch die Bedeutung der
Donau für die Region sowie die Rolle der Stadt Hainburg im
Mittelalter und in der österreichisch ungarischen Monarchie. Das
"Österreich-Bild am Sonntag" dokumentiert dazu das mittelalterliche
Stadtbild Hainburgs in ausdrucksstarken Bildern. Und nicht zuletzt
geht es im Film auch um das vielfältige Freizeitangebot im Römerland
- von der Entdeckungstour im nahen Nationalpark Donauauen über
romantische Radwege bis hin zu den kulinarischen Genüssen der -
vielfach ausgezeichneten - Winzer und Wirte.

Rückfragehinweis:
ORF Landesstudio Niederösterreich
Mag. Michael Koch
Tel.: 02742/2210 23754
mailto:[email protected]

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