- 19.05.2011, 09:00:44
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ISPA Forum: Der Schutz des Internets geht uns alle an
ExpertInnen erörtern die Sicherung kritischer Informationsinfrastruktur
Währingerstr. 1-3, 1090 Wien (OTS) - Im Rahmen des ISPA Forums
2011 "Wer beschützt das Internet? Kritische Informationsinfrastruktur
auf dem Prüfstand" diskutierten gestern auf Einladung der ISPA
nationale und internationale ExpertInnen die Gefahren für das
Internet ebenso wie mögliche Schutzmechanismen.
Schutz des Internets im Krisenfall ist für Provider wichtig
In seiner Begrüßung hob ISPA Präsident Andreas Koman hervor, dass
eine robuste Informationsinfrastruktur heute wichtiger denn je sei:
"Nahezu jeder Bereich der Wirtschaft, der Verwaltung, des
Privatlebens ist heute vernetzt. Menschen verlassen sich auf das
Internet. Sowohl die Provider als auch alle involvierten Stellen
arbeiten gemeinsam daran, das Internet auch im Krisenfall zu
schützen."
Europäischer Kooperation und Koordination sind wesentlich
In seinem Impulsreferat hob Steve Purser, technischer Leiter der
ENISA, der Europäischen Agentur für Netzwerk- und
Informationssicherheit, die Bedeutung der europäischen und
internationalen Vernetzung hervor. "Genauso wie das Internet global
ist, kann auch ein Schutz der Infrastruktur nur gemeinsam geschehen."
Die paneuropäische Cybersecurity-Übungen wie jene vom November
letzten Jahres seien erste wichtige Schritte, um Wissen zu bündeln
und für alle verfügbar zu machen.
Intensive Vernetzung birgt Chancen und Risiken
In der anschließenden Podiumsdiskussion erläuterten ExpertInnen
grundlegende Gefahrenpunkte und Angriffsflächen sowie notwendige
Gegenmaßnahmen:
So verwies Sabine Fleischmann, Beraterin und ehemalige
Geschäftsführerin von Sun Microsystems, auf die Bedrohung durch die
zunehmende Vernetzung der Systeme: "Der Wirkungskreis eines möglichen
Ausfallszenarios ist heute viel größer und tiefergehender." Darum sei
der Schutz der Infrastruktur daher gerade für die Wirtschaft
essentiell.
Vernetzung muss vielschichtig sein
Roland Ledinger, Leiter der IKT-Strategie des Bundes, betonte,
dass nicht nur die Technologie des Internets selbst, sondern auch die
ExpertInnen, die sich mit der Sicherheit des Internets beschäftigen,
stärker international vernetzen müssen. Er verwies auf erfolgreiche
gemeinsame Projekte in Österreich und im europäischen Kontext. "Das
Bundeskanzleramt ist in der Lage, in einem Anlassfall schnell auf ein
breites Netzwerk von Kontakten und gebündeltem Know How
zurückzugreifen."
Bedrohungsszenarien abseits der Technik sollen nicht vergessen werden
Auf ein anderes als das technologische Bedrohungsszenario wies
Amir Hassan, Software-Entwickler und Technologieforscher bei Metalab
hin: "Es sind weniger technische Probleme, die das Netz bedrohen als
vielmehr wirtschaftlich-politische Entscheidungen im Zusammenhang mit
Netzneutralität. Das darf in dieser Diskussion um Internetsicherheit
nicht vergessen werden."
Jeder und jede ist für Netzwerksicherheit verantwortlich
Roland Schischka, Leiter des CERT, des österreichischen Computer
Emergency Response Teams erläuterte, dass vor allem die gegenseitige
Abhängigkeit von der Informationstechnologie und die zunehmende
Vernetzung von Systemen eine Herausforderung darstelle. Er verwies
darauf, dass Schutzmaßnahmen aber nicht nur große Rechenzentren
betreffen, sondern auch HeimandwenderInnen für die Sicherheit des
Netzes verantwortlich seien.
Bei anschließendem Buffet sorgten Schutzmaßnahmen für das Internet
auch nach dem offiziellen Ende der Diskussion bei den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern des ISPA Forums für ausreichenden Gesprächsstoff.
Über das ISPA Forum
Im Rahmen des ISPA Forums lädt der Dachverband der
österreichischen Internetwirtschaft ISPA (Internet Service Providers
Austria) Stakeholder und Interessierte aus dem IKT-Bereich ein,
relevante Themen, die die Gestaltung der Internetwirtschaft
betreffen, gemeinsam mit Fachleuten zu diskutieren.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter:
www.ispa.at/forum
Über die ISPA
Die ISPA - Internet Service Providers Austria - ist der
Dachverband der österreichischen Internet Service-Anbieter und wurde
im Jahr 1997 als eingetragener Verein gegründet. Ziel des Verbandes
ist die Förderung des Internets in Österreich und die Unterstützung
der Anliegen und Interessen von rund 200 Mitgliedern gegenüber
Regierung, Behörden und anderen Institutionen, Verbänden und Gremien.
Die ISPA vertritt Mitglieder aus Bereichen wie Access, Services,
Hosting und Content und fördert die Kommunikation der Marktteilnehmer
untereinander.
Rückfragehinweis:
ISPA Internet Service Providers Austria
Mag. Edith Michaeler
Tel.: 014095576
mailto:[email protected]
www.ispa.at
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