SJ und AKS: Tanzen gegen Homophobie - Uni, 13 Uhr

Homosexuelle haben in Österreich immer noch mit Mobbing, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt zu kämpfen

Wien (OTS/SJÖ) - Heute vor 21 Jahren strich die WHO Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten - damit wurde der 17. Mai zum "International Day Against Homophobia" (IDAHO). Um ein Zeichen gegen Homophobie und Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung zu setzen, rufen Sozialistische Jugend (SJ) und Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) zur Beteiligung am heutigen Flashmob-Massentanzen gegen Homophobie auf (13 Uhr vor der Universität Wien). "Unterdrückung, Intoleranz und Gewalt stehen für Homosexuelle in Österreich nach wie vor auf der Tagesordnung. Hass auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist in unserer Gesellschaft leider immer noch tief verwurzelt", sind sich SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi und AKS-Bundesvorsitzende Iris Schwarzenbacher einig. ****

"Gerade Jugendliche haben oftmals mit homophoben Beleidigungen oder mit Mobbing aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu kämpfen -Schulen sind oft ein Ort, wo die Homophobie nur so blüht", sieht Moitzi noch deutliche Defizite im Kampf gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit in Österreichs Bildungsinstitutionen. "Dass die völlige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher mit anderen Paaren immer noch nicht bewerkstelligt ist, zeigt, wie weit Österreich noch im konservativen, rückwärtsgewandten Sumpf steckt", kritisiert Moitzi.

"Homo- bzw. Transphobie ist ein großes gesellschaftliches Problem und bedeutet für viele Menschen Diskriminierung bis hin zum Todesurteil. Besonders am Arbeitsplatz und in der Schule kommt es häufig zu Mobbing", weist auch Schwarzenbacher auf die Gewalt und Ausgrenzung hin, mit der viele homo-, bi- und transsexuelle Menschen immer noch konfrontiert sind. Die AKS fordert daher ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare und einen neuen Aufklärungsunterricht in Schulen mit verstärkter Thematisierung von Homo-, Bi- und Transsexualität. Im Rahmen einer österreichweiten Aktionswoche sollen Informationsabende in mehreren Bundesländern stattfinden. "Wir wollen ein Land der Vielfalt und der Freiheit. Dafür tanzen wir heute!", so Moitzi und Schwarzenbacher abschließend. (Schluss) up/mp

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